Persische Medizin

Rhases / ar-Rasi / Abu Bekr Muhammed ben Sakerija (880 – 925)
aus Persien; schreibt „al-Hawi“ = Behältnis der Medizin = „Continens“ über pflanzliche Heilmittel und Diätetik.
Er galt als Vorbild an Humanität.

Avicenna / Ibn Sina, Fürst der Ärzte (973 – 1037)
aus Persien; verfasst „Canon der Medizin“: 760 Drogen mit Heilwirkung.
Er ersetzt viele starke Mittel der Griechen durch harmlosere.

Ibn al-Baitar (1197 – 1248)
aus Andalusien; arbeitet in Nordafrika, Kleinasien, Syrien und Kairo (Oberaufseher der Apotheken); größter Botaniker der Araber, beschreibt 1.400 pflanzliche Drogen


viele Mittel wurden das erste Mal verwendet:

  • Kaffee als Herzmittel, als Pulver gegen Mandelentzündung, Ruhr und schwer heilende Wunden
  • Kampfer zur Herzbelebung
  • Kamala als Wurmmittel
  • milde Abführ-und Brechmittel: Sennes, Tamarinden, Cassia, Aloe, Rhabarber
  • Narkoseschwamm mit Haschisch, Bilsenkraut und Wicken
  • benutzen Antibiotika: starker alter Rotwein, sammeln Schimmel (Penicillin und Aspergillus) von Lasttiergeschirren und altem Brot

große Fortschritte in der Herstellung von Arzneien; einige Begriffe werden noch heute verwendet: Alkali, Alkohol, Elixier, Sirup

Buch „Kholasatol Tajareb“ beschreibt OP unter Narkose zur Hauttransplantation (10.Jh)

bei den heutigen Nomaden herrscht noch die 4-Elemente-Lehre; Primärqualitäten: warmes Feuer, trockene Erde, kalte Luft, feuchtes Wasser

Milz und Antimon

Am 29. Oktober veranstaltete der Verband „Freie Heilpraktiker e. V.“ ein Intensivseminar zur Therapie mit den Heilmitteln der Soluna.

Die erfahrene Heilpraktikerin Inge Armschat war als Referentin geladen und konnte von ihren jahrelangen Erfahrungen berichten.

Sie informierte ausführlich über die Milz (ein Organ, das immer wieder unterschätzt wird), das Antimon (was für ein spannendes Element); aber auch die Phytotherapie kam nicht zu kurz.


Es war ein spannendes Thema und der Weg nach Hamburg hat sich gelohnt!