Mutterkraut

Tanacetum parthenium

andere Namen: Falsche Kamille, Zierkamille, Fieberkraut

Droge: Kraut

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl (mit Sesquiterpenlactonen) u.a.

Wirkung: hemmt Prostaglandinsynthese, vermindert Serotoninausschüttung

Anwendung: vorbeugend gegen Migräne

CAVE: nicht anwenden während der Schwangerschaft; Allergien möglich

Hildegard von Bingen

Mutterkraut ist warm und hat einen süßen Saft und ist für diejenigen, die an den Eingeweiden Beschwerden haben, wie eine milde Salbe.
Wer in den Eingeweiden Beschwerden hat, soll Mutterkraut mit Wasser und Fett oder Öl kochen, Semmelmehl hinzufügen und so eine Suppe bereiten und diese essen: Sie heilt seine Eingeweide.
Und wenn Frauen ihre Monatsblutung haben, sollen sie eben die besagte Suppe bereiten und essen: Sie bewirkt sanft und mild eine Reinigung von Schleimen und inneren Fäulnisprodukten und führt das Monatsblut sanft heraus.
Ein Mensch aber, der am Stechen leidet, soll den Saft von Mutterkraut nehmen, mit Kuhbutter vermischen und sich dort einreiben, wo er Schmerzen hat, und er wird geheilt werden.

Physica 1.116

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