Vortrag über Aromatherapie

Irgendwann muss es ja mal wieder losgehen … 
Ich traue mich und lade zum Freiluft-Vortrag mit Kaffee und Kuchen ein.

Als Veranstalterin bitte ich alle Teilnehmer eindringlich darum sich an die Hygieneregeln zu halten! 
Die erhobenen Daten werden nur die vorgeschriebenen 6 Wochen aufbewahrt. 
Ich nutze die Daten nicht, um Mails oder Werbung zu versenden. 

Ich freue mich auf einen unterhaltsamen Nachmittag mit Euch/Ihnen!

Königskerze / Wollblume

Verbascum densiflorum – Großblütige Königskerze
Verbascum phlomoides – Filzige Königskerze

andere Namen:
Fackelblume, Fackelkraut, Brennkraut, Goldblume, Marienkerze, Wollkraut

Familie:        Braunwurzgewächse/Scrophulariaceae

Beschreibung:
zweijährig, Blattrosette, Blätter stark behaart, Sprossen von bis zu 2m Höhe, behaarte Stängel, rutenförmiger Blütenstand,
Geruch schwach honigartig, Geschmack süßlich schleimig  

Vorkommen: sonnige Plätze, Waldlichtung, Ödland, Gärten

im Garten des Pharmazeutischen Instituts der CAU Kiel

Droge:         
Blüten und „Königsöl“ = Auszug der Blüten in Olivenöl

Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe (neutrale Polysaccharide), Saponine, Flavonoide (Xanthophyll), Iridoide, ätherische Öle, Bitterstoffe

Wirkung: 
reizlindernd, expektorierend, schweißtreibend, diuretisch, antiviral, wundheilend

Anwendung
Blüten > Katarrhe der Atemwege, trockener Husten
Königsöl > als Hausmittel bei Ohrenschmerzen

Monografie:  positiv

bei Tieren: Salbe zur Wundbehandlung (Euterentzündung)

Botanischer Garten CAU Kiel

Wissenswertes:

  • Bienenweide
  • Färbemittel
  • Die langen Stängel wurden früher getrocknet, mit Öl/Harz bestrichen und als Fackel verwendet.
  • Die getrockneten Blätter kann man als Zunder verwenden.
  • im Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt

Geschichte:   mindestens seit dem MA verwendet

Hildegard von Bingen

Die Königskerze ist warm und trocken und etwas kalt.
Und wer ein schwaches oder trauriges Herz hat, soll Königskerze ohne andere Kräuter mit Fleisch oder Fischen oder Küchlein kochen und oft essen, und sie stärkt und erfreut das Herz.
Auch wer an der Stimme oder in der Kehle rau ist und wer Beschwerden in der Brust hat, der nehme gleich viel Königskerze und Fenchel und koche diese in gutem Wein, seihe das durch ein Tuch und trinke es oft, und er bekommt seine Stimme zurück, und es heilt die Brust, denn die gute Wärme dieser Kräutlein, aktiviert mit der Wärme des Weines, vertreibt die Kälte, die Stimme und Brust schädigt.

Physica 1.123


HINWEIS: KEINE HAFTUNG FÜR REZEPTE AUS PHYSICA!

Schwarze Königskerze – Verbascum nigrum

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Fotos gefallen.
Unter Angabe der Quelle dürfen sie gerne verwendet werden.

Günsel

Kriechender Günsel • Ajuga reptans

Familie: Lippenblütler  

Beschreibung: 
oberirdische Ausläufer zur Vermehrung, 15-30 cm hoch, blüht von Mai bis August; Stängel vierkantig, abstehend behaart; wurzelnde Ausläufer

Vorkommen: 
Wiesen, Gebüsche, Wälder; basenreiche, meist kalkhaltige, stickstoffsalzarme Böden

Inhaltsstoffe:  
Ätherische Öle, Gerbstoffe, Saponine

Anwendung: 
früher Heilpflanze für Atemwege, Verdauung, Leber, Schilddrüse

Wissenswertes: 
vermehrt sich durch Samen und Wurzelknospen > Stängel stehen oft dicht beieinander

Im Wald habe ich zwischen all den violetten einen in weiß gefunden. Ich weiß leider nicht, ob das eine besondere Art ist.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Fotos gefallen.
Unter Angabe der Quelle dürfen sie gerne verwendet werden.

Gänseblümchen

Bellis perennis

Maßliebchen, Tausendschön

Heilpflanze des Jahres 2017

Familie: Korbblütler – Asteraceae / Compositae        

Beschreibung:
Staude, die Einzelblüten bilden ein Körbchen, dass „Blüte“ genannt wird; Randblüten (Zungenblüten) weiß bis rosa, Röhrenblüten in der Mitte dottergelb

Vorkommen: 
Wiesen, Weiden, Rasenflächen; fast ganzjährig blühend; stellt kaum Ansprüche an den Boden     

Droge:
Blüten und Blätter, bester Sammelzeitpunkt 24. Juni (Johannistag)

Inhaltsstoffe:  
Saponine, Gerbstoffe, Schleim, Bitterstoffe, ätherische Öle

Anwendung: 
alte Heilpflanze
innerlich: im Salat oder auf Brot;
bei Atemwegserkrankungen und schmerzender Periode; wirkt harntreibend und „blutreinigend“; bei Schwäche, Durchfall, Erkältung, bei Gicht und Rheuma, für die Leber;
für die Seele – nach Traumata
äußerlich: zerquetscht als Umschlag bei Verstauchungen, Wunden und Hautausschlägen

Kontraindikation:
Schwangerschaft/Trächtigkeit > hat Einfluss auf die weiblichen Geschlechtsorgane

Anwendung bei Tieren:            
Pferd: Satteldruck, Wundversorgung
Hund: als Nahrungsergänzung, in Honig als Hustenmittel, als Umschlag bei entzündeter Haut    

Wissenswertes:
Blüten öffnen sich morgens, schließen sich bei Regen, trübem Wetter und am Abend; können sich etwas nach der Sonne ausrichten; Bestäubung durch Kerbtiere; Blüten ertragen bei trockener Luft bis zu -15°C ohne Schaden

Bedeutung:
Mutterliebe, christliche Tugenden: Reinheit, Anspruchslosigkeit, Bescheidenheit, ewiges Leben und Erlösung

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Schwarzkümmel

Nigella sativa

Familie: Hahnenfußgewächs / Ranunculaceae

Droge: Samen
Geruch: aromatisch
Geschmack: anfangs schwach bitter, später scharf-würzig und süßlich-nussig

Inhaltsstoffe:
bis 2,5 % ätherisches Öl (mit p-Cymen, Thymochinon, α-Thujen, α-Pinen), Alkaloide (Nigellidin), fettes Öl (33%), Saponin, Gerbstoffe, Bitterstoffe

Wirkung:

  • antientzündlich
  • antiproliferativ und antioxidativ bei Krebs (vor allem das Thymochinon)
  • stimuliert Immunabwehr
  • neuroprotektive Wirkung (an Hirn und Rückenmark)
  • Lernverhalten, Gedächtnis und Erinnerungsvermögen werden gesteigert
  • erhöht Remyelinisierung der Nerven > möglicherweise hilfreich bei Multipler Sklerose
  • schützt Leber, Lunge, Nieren, Magen
  • hypoglykämische Wirkung bei Diabetes mellitus
  • senkt Blutdruck und Herzfrequenz
  • diuretisch
  • galletreibend (Thymochinon)
  • antiasthmatisch, bei Bronchialspasmen (Nigellon)
  • im Versuch angstlösend, antidepressiv > erhöht die Serotoninkonzentration
  • bessert Hautbild bei Psoriasis
  • schützt möglicherweise vor Thrombosen
  • regt Milchproduktion an
  • antibakteriell, antiviral, gegen Plasmodien und Leishmanien

PERSÖNLICHE ANMERKUNG
Die meisten dieser Wirkungsnachweise erfolgten im Tierversuch – ob diese übertragbar sind ist fraglich.

Anwendung:

  • Volksheilkunde: bei Verdauungsbeschwerden, zur Anregung von Gallefluss und als Diuretikum
  • wegen seines aromatischen, scharfwürzigen Geschmacks als Gewürz
  • das fette Öl (Kaltpressung) ist würzig und ernährungsphysiologisch hochwertig > Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel
  • als „Pflegemittel“ für Schleimhäute in Bronchien, Genitalien und Verdauungsorganen
  • bei Hautkrankheiten
  • in den 90er Jahren für die Amalgamausleitung
  • beim Pferd mit chronischem Husten über das Futter
  • bei Hunden gegen Zecken

Geschichte:

  • seit dem Altertum als Heilmittel geschätzt
  • Gold der Pharaonen – das Öl wurde im Grab von Tutanchamun gefunden
  • in Papyrusrollen und der Bibel erwähnt
  • Samen wurden auf die Fladen gestreut
  • im frühen MA als Gewürz Schwartzer Coriander angebaut

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