Gänseblümchen

Bellis perennis

Maßliebchen, Tausendschön

Heilpflanze des Jahres 2017

Familie: Korbblütler – Asteraceae / Compositae        

Beschreibung:
Staude, die Einzelblüten bilden ein Körbchen, dass „Blüte“ genannt wird; Randblüten (Zungenblüten) weiß bis rosa, Röhrenblüten in der Mitte dottergelb

Vorkommen: 
Wiesen, Weiden, Rasenflächen; fast ganzjährig blühend; stellt kaum Ansprüche an den Boden     

Droge:
Blüten und Blätter, bester Sammelzeitpunkt 24. Juni (Johannistag)

Inhaltsstoffe:  
Saponine, Gerbstoffe, Schleim, Bitterstoffe, ätherische Öle

Anwendung: 
alte Heilpflanze
innerlich: im Salat oder auf Brot: bei Atemwegserkrankungen und schmerzender Periode; wirkt harntreibend und „blutreinigend“
äußerlich: zerquetscht als Umschlag bei Verstauchungen, Wunden und Hautausschlägen

Kontraindikation:
Schwangerschaft/Trächtigkeit > hat Einfluss auf die weiblichen Geschlechtsorgane

Anwendung bei Tieren:            
Pferd: Satteldruck, Wundversorgung
Hund: als Nahrungsergänzung, in Honig als Hustenmittel, als Umschlag bei entzündeter Haut    

Wissenswertes:
Blüten öffnen sich morgens, schließen sich bei Regen, trübem Wetter und am Abend; können sich etwas nach der Sonne ausrichten; Bestäubung durch Kerbtiere; Blüten ertragen bei trockener Luft bis zu -15°C ohne Schaden

Bedeutung:
Mutterliebe, christliche Tugenden: Reinheit, Anspruchslosigkeit, Bescheidenheit, ewiges Leben und Erlösung

Gedanken zum Sonntag

Gerade bin ich schön mit den Hunden spazieren gegangen. Der Frühling ist zu spüren – ein Sonntag, wie er sein soll. Dann macht man FB auf und wird mit den Grausamkeiten der Menschen konfrontiert! Schreien und weinen möchte man; die Verantwortlichen endlich zur Rechenschaft ziehen. Man unterzeichnet und teilt Petitionen, spendet für Tierschutzorganisationen – alles nur ein vergeblicher Tropfen auf den heißen Stein. Dem Großteil der Menschheit ist das alles egal, so lange sie nur ihre nichtigen kleinen Bedürfnisse befriedigt bekommen. Dabei könnte diese Welt ein Paradies für ALLE LEBEWESEN sein.

Ich möchte Euch daher heute ein Bild aus dem Buch „Scivias – Wisse die Wege“ von Hildegard von Bingen vorstellen. Es sind die “gefallenen Sterne”. Das Zitat dazu lautet:

Dabei zerstörte er in sich selbst die innere Schönheit, durch die er sich des Guten hätte bewusst sein sollen und streckte sich nach der Gottlosigkeit aus, die ihn verschlang. So erlosch er in der ewigen Herrlichkeit und stürzte in das ewige Verderben.

Scivias, 1. Vision des 3. Teils, Der Sturz des ersten Engels

Immer, wenn ich mich frage, woher all das Böse kommt, dann fällt mir dieses Bild ein. Und dann hoffe ich so sehr, dass man es vielleicht auf den Kopf stellen kann und sich all die dunklen Sterne daran erinnern, wo sie her kommen – und sich besinnen …