Eisheilige

11. Mai – Mamertus

12. Mai – Pankratius

13. Mai – Servatius

14. Mai – Bonifatius

15. Mai – kalte Sophie

Pankratius und Servatius – die bringen Kälte und Verdruß.

Wer sein Schafe schert vor Servaz – dem ist die Wolle lieber als das Schaf.

Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie vorüber ist.

Bauernregeln zum Mai

Mai, kühl und naß,
füllt dem Bauern Scheune und Faß.

Ist der Mai recht heiß und trocken,
kriegt der Bauer kleine Brocken;
ist er aber feucht und kühl,
dann gibt’s der Frucht und Futter viel.

Mairegen
bringt Segen,
da wächst jedes Kind,
da wachsen die Blätter,
die Blumen geschwind.

Mairegen auf den Saaten –
dann regnet es Dukaten.

Hortulus

Gedicht des Walahfrid Strabo (808-849)

Walahfrid, der vielleicht größte Dichter seiner Zeit, trat in das Kloster Reichenau ein und wurde zur Ausbildung nach Fulda, geschickt. Von Fulda aus kam er an den Königshof Ludwigs des Frommen nach Aachen, bis er schließlich Abt seines Heimatklosters wurde.

Walahfrid beschreibt in 444 Hexametern kurz den Gartenbau sowie 24 Pflanzenarten, wobei er in unterschiedlich ausgeprägter Weise auch auf deren medizinische Anwendung eingeht.

Der Hortulus ist also kein „Kräuterbuch“, sondern ein literarisches Kunstwerk, das aber das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen dokumentiert und somit auch den Kräutergarten des St. Galler Klosterplans bestätigt.

Kräuterfrauen-Treff

Frau Leddin hatte Kräuerfrauen zum Informationsaustausch auf dem Museumshof Lensahn eingeladen.

Nach einem regen Austausch besichtigten wir den Hildegard-Garten.

Auch das weitere Museumsgelände haben wir dann erkundet.

Zum Abschluss gab uns Frau Leddin diverse Ableger und Samen von Heilpflanzen mit.
Ich habe diese mit den Schülern der Kräuter AG der Hebbelschule im Schulgarten eingepflanzt.