Ordnungstherapie

Zu den Säulen der Naturheilkunde gehört auch die Ordnungstherapie, die dem Patienten eine Lebensordnung und damit einen Rahmen bzw. Halt in Leben und Alltag geben will.

Dazu einige Zitate der Pioniere der Naturheilkunde, die für mich sehr aktuell klingen:

Nicht im Rezept liegt das Heil, es liegt in der Summe der täglichen Lebensführung.

Vinzenz Priessnitz

Das klingt doch sehr ganzheitlich!

Erst als ich daran ging, Ordnung in die Seelen meiner Patienten zu bringen, hatte ich Erfolg.

Sebastian Kneipp

Auch die Seele zu berücksichtigen – ein Ansatz zur Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen.

Im Maße liegt die Ordnung; jedes Zuviel und jedes Zuwenig setzt an die Stelle von Gesundheit Krankheit.

Sebastian Kneipp

Aus diesem Satz klingt für mich Hildegard von Bingen mit ihrer Discretio – der maßvollen Unterscheidung. Auch der vielgerühmte Paracelsus hatte dies schon erkannt:

Darum soll in allen Dingen eine Ordnung gehalten werden, die zur Gesundheit diene.

Paracelsus

Mittlerweile sind diese „Lebensweisheiten“ wissenschaftlich bewiesen.
Wenn Sie mehr über das Thema wissen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Broschüren des DNB.

Sie können diese bei mir im SHOP erwerben.

Vinzenz Prießnitz

1799-1851

Wasserdoktor

Sohn eines Landwirtes in Schlesien

Gründer Naturheilbund

Nach einem schweren Unfall kurierte er sich selbst, indem er nachahmte, was er bei einem verletzten Hirsch beobachtet hatte.

Es ist nicht die Kälte, die heilt sondern die Wärme, die durch das kalte Wasser erzeugt wird.

Frisches kaltes Wasser ist ein Universalmittel gegen jede Krankheit. Was heilbar ist, kann durch Wasser geheilt werden!

Sein Erfolg spricht sich herum und es kommen Patienten zu ihm. Zunächst heilt er nur mit Wasser, entwickelt dann dazu eine ganzheitliche Therapie (Ernährung, Bewegung) und wurde so zum Begründer eines einmaligen Naturheil-Kursystems.

Nicht im Rezept liegt das Heil, es liegt in der Summe der täglichen Lebensführung.

Der Natur folgen und nichts erzwingen. Sie müssen Geduld haben! Der wahre Arzt wohnt im Menschen selbst.

Die Therapie wurde auch bei Tieren angewandt.

Fotos: Das zeitgenössische Bildmaterial stammt aus dem staatl. Archiv der Stadt Jesenik (Freiwaldau).

In Tschechien kann man sich auch heute noch nach „Priessnitz-Art“ in einem Kurort verwöhnen lassen.

Kneipp über Gewürze

Wo der Pfeffer wächst, dort soll er auch gegessen werden. Für unser Klima passen am besten Gewürze, die in unseren Gegenden wachsen.

Das Gewürz ist ein künstliches Feuer im menschlichen Körper, das wohl aufzehrt, aber dem Körper keine Kräfte zuführt.

Plinius der Ältere

Flottenkapitän und Naturforscher

starb 79 n. Chr.

Seine riesige Naturenzyklopädie Naturalis historia umfasst auch mehrere Bücher zu Pflanzen und Tieren mit diversen Hinweisen auf ihre medizinische Verwendung.

Die medizinischen Aussagen aus der wurden im 4. Jh. in der dreibändigen Medicina Plinii zusammengestellt. Der Inhalt ist hier nicht mehr nach Pflanzen und Tieren geordnet wie in der Vorlage, sondern nach den Krankheiten von Kopf bis Fuß.

Paracelsus

Theophrastus Bombastus von Hohenheim
alias „Aureolus“

1493-1541

Arzt, Alchemist, Philosoph, Astrologe, Mystiker und Laientheologe

um 1515 Medizinstudium in Ferrara

1516-1524 Große Wanderung durch Europa; er sammelt praktische Erfahrungen und nimmt an verschiedenen Kriegen teil.

1524/25 Salzburg; theologische Schriften

Der Arzt ist ein Knecht der Natur und Gott ist der Herr der Natur.

Archidoxen
Urlehren“ • Alchemia medica

1527 Stadtarzt in Basel; hält Vorlesungen

1529 Nürnberg; Schriften über Syphilis und Astrologie

1530 – Paragranum
Die 4 Säulen der Medizin

1531 – Opus Paramirum

Tartarus-Lehre „Stein-Lehre“
Frauen und ihre Krankheiten
Unsichtbare Krankheiten und ihre Ursachen

1536 – Große Wundartzney

1537 – Astronomia magna

1540 – Sermones

Sie wollen Arzneien aus überseeischen Ländern,
und im Garten vor ihrem Haus wächst besseres.

Seine Medizin basiert auf einer neuen Form der Natur- und Gotteserkenntnis. Er entwickelt eine Lehre über Krankheitsursachen (Entien). Seine Heilerfolge waren legendär – was ihm viele Gegner einbrachte.

 Das Gestirn wird durch das Gestirn geheilt.

Er befasste sich mit der Metamorphose von Materie, mit der Pharmakologie, forschte über die Heilkraft verschiedener Pflanzen und Kräuter, erarbeitete die Signaturenlehre und legte den Grundstein für die Spagyrik.

Wie das Universum, so der Mensch.

Paracelsus war ein ausgezeichneter Chemiker. Für ihn ist der Körper ein chemisches System und besteht aus den Urstoffen (Tria principia)

Schwefel (Sulfur) = Seele
Quecksilber (Mercurius) = Geist
Salz (Sal) = Körper

Ihr müsst lernen im Licht der Natur zu lesen.

Obwohl einige seine Thesen heute überholt sind, hatten seine Forschung und seine Lehren Einfluss bis ins zwanzigste Jahrhundert. Er gilt als Begründer der modernen Medizin und Vater der Chirurgie.

Der höchste Grad der Arznei ist die Liebe.


Buchtipp:

Udo Benzenhöfer • Paracelsus • rororo Monographien • ISBN 3-499-50595-9


Paracelsus im Netz: NHV Theophrastus