Ingwer

Zingiber officinale

Heilpflanze des Jahres 2018

Ingwergewächs aus China bzw. Indien
wächst schilfartig bis 1m hoch, mit kriechendem Wurzelstock

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Scharfstoffe u.a.
Geschmack: erfrischend; leichte Schärfe (Gingerole) – nach längerer Lagerung verwandeln sich diese in Shoagole > Geschmack erfrischend, zitronig, holzig

Wirkung & Anwendung:

  • „der große Heiler“ im Ayurveda
  • im Kräuterbuch von John Parkinson (1640): Ingwer wärmt einen kalten Magen und fördert die Verdauung.
  • brechreizhemmend: bei Übelkeit, Reisekrankheit – nicht bei Schwangerschaftserbrechen (wehenauslösende Wirkung)!
  • zur Anregung der Verdauung (Magensaftproduktion, Darmperistaltik)
  • für Stoffwechsel und Immunsystem
  • entzündungshemmend
  • Vorsicht bei empfindlichem Magen!
  • verzögert Blutgerinnung – Wechselwirkungen mit Blutverdünnern (Marcumar etc.)
  • Zubereitungen als Ingweröl, Ingwertee, Ingwerwein, eingelegt oder kandiert
  • Schnapswurzel
  • Aromatherapie: Erschöpfung, Wetterfühligkeit, Ängstlichkeit
  • positive Monografie, ESCOP, WHO. HMPC

Geschichte:
bereits vom chinesischen Urkaiser Shennong und Konfuzius erwähnt; seit 3.000 Jahren im Anbau; lässt sich gut transportieren; wurde von den Phöniziern im Mittelmeerraum verbreitet; Dioskorides empfiehlt ihn für den Magen und gegen Vergiftungen; bereits im 9. Jh. in ganz Europa verbreitet – steht wie Pfeffer und Salz auf dem Tisch


Hildegard von Bingen

Ingwer ist sehr heiß und zerfließend, das heißt löslich und gegessen schadet er einem gesunden und beleibten Menschen, … er enthält nämlich unvermutete Hitze, die durch ihre Glut die Sinne des Menschen schwächt …

Physica 1.15

Anwendung bei:
• Austrocknung
• Augenkrankheiten (Linsentrübung)
• Abführmittel bei Verstopfung
• Magenbeschwerden
• Ausschlag