Artischocke

Cynara scolymus

Familie: Asteraceae

Herkunft:
ursprünglich in Äthiopien beheimatet, war den Römern schon bekannt, ab 15. Jh. in Kultur

Droge

die frischen oder getrockneten Blätter

Als Gemüse werden die unreifen Knospen und der Blütenboden verwendet.

Geruch: schwach aromatisch, leicht beißend
Geschmack: leicht salzig, dann sehr bitter (Bitterwert < 1.000)

Inhaltsstoffe

Hydroxyzimtsäure, Bitterstoffe (Sesquiterpenlaktone), Flavonoide

Gehalte variieren je nach Herkunft und Erntezeitpunkt

Wirkung

  • Amara / Bitterstoffdroge zur Unterstützung der Verdauung
  • steigert die Sekretion von Galle (choleretisch, cholekinetisch)
  • stimuliert und schützt die Leber (Schutz und Aufbau)
  • lipid- und cholesterinsenkend

Anwendung

bei Übelkeit und Erbrechen, gegen Blähungen, zur Anregung der Fettverdauung, Lipidsenkung

Darreichungsform: Presssäfte, wässrige Extrakte, Tee, Tabletten

Kontraindikation: Allergien, Verschluss der Gallenwege bzw. Gallensteine

Artischockenextrakt gegen Fettleber – Artikel der Carstens-Stiftung

Ackerschachtelhalm / Zinnkraut

Equisetum arvense

Familie: Schachtelhalmgewächse

Beschreibung:
ausdauernde, krautige Sporenpflanze mit knotigem, langem Wurzelstock; im Frühjahr erscheint der bräunliche, fruchtbare Spross, der nach einiger Zeit abstirbt – es folgt der grüne, verzweigte, unfruchtbare Sommerspross, auf dem sich die Sporen befinden

Vorkommen:
In ganz Europa verbreitet; auf feuchten, lehmigen, sandigen Böden; Ödland, Äcker, Waldränder…

Droge:
die grünen oberirdischen Teile des Sommerspross, frisch oder getrocknet

Vorsicht vor der Verwechslungen mit Sumpf- oder Teichschachtelhalm!

Inhaltsstoffe:
viel Kieselsäure, Saponin (Equisetonin), Flavonoide (Luteolin, Isoquercitrin), organische Säure, Harz, Vitamin B u.a.

Anwendung:

  • innerlich bei Arteriosklerose, Wassersucht, Gebärmutterblutungen, Durchblutungsstörungen, zur Durchspülung bei Erkrankungen der Niere und der Harnwege, Rheumatismus und Gicht, Bronchitis, Asthma, Heuschnupfen, gut für den Hautstoffwechsel
  • äußerlich für Waschungen und Umschläge bei Hautkrankheiten
  • zum Spülen der Nase bei Schnupfen oder häufigem Nasenbluten
  • Sitzbäder bei Hämorrhoiden

Wissenswertes:

  • wurde zum Reinigen von Zinn benutzt
  • Pferde fressen Schachtelhalm gerne frisch. Er ist besonders zu empfehlen bei Hauterkrankungen; er gilt als die pflanzliche Heilerde. Vorsicht: Ein übermäßige Aufnahme kann zu Verstopfung führen! Bitte achten Sie auch unbedingt darauf, dass es sich um Ackerschachtelhalm handelt. Die anderen Arten sind giftig!

Hildegard von Bingen

Schachtelhalm hat in sich weder vollkommene Wärme noch vollkommene Kälte und ist in Beidem lau. Er entsteht aus den verdorbenen Säften der Erde und bringt dem Menschen, der ihn isst, keine Kraft. 

Physica 1.209

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Unter Angabe der Quelle dürfen sie gerne verwendet werden.

Rosmarin

Rosmarinus officinalis

Heilpflanze des Jahres 2011

Familie: Lamiaceae

Herkunft: Mittelmeergebiet, Asien, Indien, USA, Australien

Droge
Blätter: Geruch schwach campherartig, würzig; Geschmack aromatisch bitter
Rosmarinöl:  durch Wasserdampfdestillation aus Blättern und Stängeln gewonnen; Geruch herb, Geschmack aromatisch, bitter, kühlend

Inhaltsstoffe

  • ätherisches Öl (Campher, Cineol, α-Pinen)
  • Diterpenphenole (Carnolsäure, Isorosmanol, Rosmadial, Rosmarichinon)
  • Zimtsäurederivate (Rosmarinsäure, Kaffeesäure, Sinapinsäure, Ferulasäure),
  • Flavonoide (in den Blättern)
  • Triterpene
  • Steroide
  • Kohlenhydrate (Arabinose, Xylose, Galactose, Glucose, Rhamnose, Mannose)
Rosmarin mit Blüten

Wirkung

  • antimikrobiell
  • antiviral
  • spasmolytisch
  • cholagog (galletreibend) und choleretisch (gallebildend)
  • antimutagen
  • antikonvulsiv
  • hautreizend
  • durchblutungsfördernd
  • ABORTIV

Anwendung

innerlich: bei Verdauungsbeschwerden
äußerlich: als Hautöl, Salbe, Einreibung, Bad etc. zur Hyperämisierung bei Kreislaufschwäche und rheumatischen Erkrankungen

Da ist Rosmarin, das ist zur Erinnerung;
ich bitt‘ Euch, liebt mich, gedenket mein.
Shakespeare: Hamlet


Rosmarin Hydrolat
für Tiere
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Rosmarin Kraut
für Pferde
im Shop

Hustenkräuter

Erkältungszeit – die wechselnden Temperaturen schlagen auf die Atmungsorgane… Viele Pferde leiden derzeit an Husten; da können Kräuter eine gute Hilfe für den Organismus sein.

Wir haben drei verschiedene Mischungen vorrätig:

  • Broncho-Fit von Höveler Herbs
  • Bronchonsan von PerNaturam
  • Bronchial-Top der Wehdeler Gewürzmühle

In allen Mischungen ist der oben abgebildete Thymian enthalten, dessen Inhaltsstoffe (Ätherische Öle, Flavonoide u.a.) besonders auf die Bronchien wirken. Sie steigern die Sekretion, wirken als Expektorans und Bronchospasmolytikum.

Herba Visceral

Die neuste Kräutermischung von PerNaturam gibt es ab sofort auch bei uns:

Herba Visceral
Die gerb- und bitterstoffreiche Kräutermischung kann die Bauchspeicheldrüse unterstützen und damit bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels helfen. Dies ist insbesondere bei zucker- oder stärkehaltiger Fütterung wichtig.
Zusammensetzung:
Heidelbeerblätter, Mateblätter, Bohnenschalen, Geißraute, Olivenblätter, Vogelknöterich, Brennnesselkraut, Apfelbeere