Klette

Große Klette – Arctium lappa/Lappa major
Filzige Klette – Arctium tormentosum

Droge: Wurzelstock

Inhaltsstoffe:
Inulin, Schleime, Polyacetylene, ätherisches Öl, Gerbstoff, Bitterstoffe, Sitosterin      

Wirkung: harntreibend, schweißtreibend

Anwendung: 
die getrocknete für Leber und Galle; der Ölauszug aus der Wurzel als Haarwuchsmittel und bei Schuppen

Monografie:  negativ, HMPC

Die Pflanze wird von Pferden gerne gefressen und ist daher häufig in Kräutermischungen enthalten.

Hildegard von Bingen

Die Pflanze, die Klette heißt, hat etwas nachteilige Wärme und wächst aus Saft und Schweiß der Erde und ist sowohl nützlich als auch unnütz. Ihre Wurzel und ihr Stiel taugen für keine Anwendung und die Blätter sind gekocht wie roh für den Menschen gefährlich zu essen, außer für den, in dessen Körper ein Stein wächst.
Jener soll die Blätter dieser Pflanze in bestem Wein kochen, den Wein durch ein Tuch seihen und warm sowohl nach dem Essen wie nüchtern trinken, und durch dessen Stärke wird der Stein in ihm zerrieben.

Physica 1.98

Höveler Herbs Kräutermischungen für Pferde und Ponys

  • für alle Rassen und jedes Alter
  • jeweils als Kur zu füttern (eine Tüte komplett aufbrauchen, dann eine Pause machen und evtl. wieder mit einer Tüte beginnen)

Magen-Fit

zur Unterstützung von Magen und Verdauung • bei Magengeschwüren

  • Eichenrinde: adstringierend, antientzündlich
  • Brombeerblätter: blutstillend, adstringierend
  • Vogelknöterich: liefert Kieselsäure, Schleim- und Gerbstoffe
  • Schafgarbenkraut: 
    verdauungsfördernd, Galle treibend, krampflösend
  • Salbeiblätter: antibakteriell, antiviral, krampflösend
  • Weißer Andorn: 
    verdauungsfördernd
  • Blutwurz: 
    bei Magenblutungen und Schleimhautentzündungen
  • Pfefferminzblätter: 
    desinfizierend, verdauungsfördernd
  • Eibischblätter: reizmildernd
  • Heidelbeerblätter: 
    wundheilend, gefäßschützend
  • Kamillenblüten: ulzerokurativ, antiulzerogen
  • Ringelblumenblüten mit Kelch: entzündungshemmend

Leber-Fit

zur Anregung von Leber und Niere • als Stoffwechselkur • bei chronischen Erkrankungen 

  • Brennnesselblätter
  • Löwenzahnkraut
  • Mariendistelfrüchte
  • Artischockenblätter
  • Olivenblätter
  • Knoblauchgranulat
  • Wacholderbeeren
  • Queckenwurzel
  • Schafgarbenkraut
  • Petersilienkraut
  • Orthosiphonblätter
  • Ysopkraut
  • Kornblumenblüten

Derma-Fit

bei Hautproblemen • während des Fellwechsels 

  • Brennnesselblätter: 
    regen Nierentätigkeit an
  • Schachtelhalmkraut: 
    liefert Kieselsäure
  • Ringelblumenblüten mit Kelch: entzündungshemmend, granulationsfördernd
  • Walnussblätter: 
    adstringierend, antibakteriell
  • Hagebutten mit Samen: immunstärkend, blutbildend
  • Kamillenblüten: 
    antientzündlich, wundheilungsfördernd
  • Gänseblümchen: 
    regt Stoffwechsel an
  • Klettenwurzel: 
    regt Stoffwechsel an
  • Knoblauchflocken: 
    durchblutungsfördernd

Broncho-Fit

zur Unterstützung der Atemwege

  • Eibischkraut: reizmildernd
  • Süßholzwurzel: antiviral, antibakteriell, schleimlösend
  • Thymiankraut: antiviral, entzündungshemmend, steigert Sekretion
  • Fenchelfrüchte: fördern Sekretion und Auswurf
  • Anisfrüchte: auswurffördernd, antiviral
  • Spitzwegerichblätter: reizmildernd
  • Birkenblätter: auswurffördernd
  • Malvenblüten: reizmildernd
  • Königskerzenblüten: reizmildernd, schleimlösend

Gelenk-Fit

bei akuten Problemen des Bewegungsapparates 

  • Heublumen: harntreibend, Stoffwechsel anregend
  • Weidenrinde: entzündungshemmend, schmerzstillend
  • Birkenblätter: „blutreinigend“, harntreibend
  • Mädesüßkraut: 
    entzündungshemmend, schmerzstillend
  • Löwenzahnkraut: Anregung des Stoffwechsels
  • Teufelskrallenwurzel: 
    entzündungshemmend, schmerzstillend
  • Tang: Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen
  • Ringelblumenblüten: krampflösend

Beifuss

Artemisia vulgaris

die Mutter aller Kräuter

andere Namen: Gänsekraut, Jungfernkraut, Sonnwendgürtel, wilder Wermut

Familie: Asteraceae/Compositae – Korbblütler

Herkunft: Europa, Asien, Nordafrika

Vorkommen:  Schuttfluren, Wegränder, Ufer; liebt stickstoffsalzreiche, frische bis feuchte Böden, die basenreich sein können, aber nicht müssen; sehr häufig

Beschreibung:  mehrjährig, 30-150 cm, Staude, behaart; schwach aromatisch; Blätter oberseits dunkelgrün, unterseits weißfilzig; nur Röhrenblüten, gelblich bis rotbraune eiförmige Blütenköpfe, etwa 4 mm

Droge: das Kraut

die milde Schwester des Wermut

Inhaltsstoffe: 
Bitterstoff, ätherische Öle (u.a. mit Cineol), geringe Mengen des giftigen Thujons, Pinen

Der Beifuss ist auch für den Laien leicht zu erkennen. Besonders auffällig sind die braunen Stängel und die hellen Blattunterseiten.

Anwendung

volksmedizin
  • Beschwerden von Magen und Darm, Koliken, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen
  • Steigerung aller Verdauungssäfte, appetitanregend
  • fäulniswidrig und reinigend (bei Mundgeruch, stinkenden Durchfällen)
  • Lebermittel, Steigerung Gallesekretion
  • bei Wurmbefall
  • beruhigend: Nervenschwäche, Hysterie, Epilepsie
  • Menstruationsstörungen
  • Kopfweh mit Schwäche
  • äußerlich als Waschung oder Auflage bei offenen Beinen und Ekzemen

CAVE: Überdosis, Schwangerschaft, Stillzeit, Allergie

Klostermedizin

austreibend (Monatsblutung, Nieren- und Blasensteine, Frucht), schützt vor Giften, Stärkung des Magens

küchengewürz

für fette Speisen; man verwendet die jungen Sprossenspitzen

für perde

sehr gut geeignet, wächst kostenlos am Wegesrand, unterstützt die Verdauung (beim An- bzw. Umweiden)

Beim Anweiden haben wir Hubert Beifuss vom Wegesrand gefüttert. Er hat es gerne gefressen und sich die zarten Blätter von den Stängeln abgezupft.

Wissenswertes

  • eine der ältesten Heilpflanzen
  • weibliche Pflanze
  • in Ägypten der Isis geweiht, später Diana/Artemis
  • parthenis = Jungfrauenkraut
  • Mittel das Freundschaft und Liebe weckt
  • Strabon: Mutter der Kräuter
  • Symbol der Gesundheit
  • heidnische Zauberpflanze bei Sonnenwendritualen
  • Räuchermittel

Hildegard von Bingen

Beifuß ist sehr heiß und sein Saft ist sehr nützlich. Und wenn er gekocht und in Mus gegessen wird, heilt er kranke Eingeweide und erwärmt den Magen.

Physica 1.107

Anwendung bei Verdauungsbeschwerden und Fisteln

Darstellung im hortus sanitatis Gart der Gesundheit von 1485

Darstellung aus dem Buch HeilkräuterZeichnungen von Peter Baumann.
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Kurkuma

Gelbwurz – Curcuma longa – Turmeric

Botanik:
Ingwergewächs; seit Jahrhunderten im Anbau in Indien und Südchina

Droge:
der Wurzelstock

Inhaltsstoffe:
Farbstoff (Curcumin), Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Stärke

Wirkung:
• steigert die Gallensekretion (Ätherisches Öl)
• fördert die Gallenblasenkontraktion (Curcumin)

Monografie:  positiv, WHO, HMPC

Anwendung:
• als Pulver bei Atemwegserkrankungen, dyspeptische Beschwerden, zur Anregung der Fettverdauung, bei Verdauungsschwäche im Alter;
• als Küchengewürz im Curry und in Worcestersauce enthalten

CAVE: Überdosierung kann zu Magenreizung führen!
Kontraindikation: Verschluss der Gallenwege, Gallensteine

Turmeric powder – Bildquelle: Freepik

Produkte mit Kurkuma

!Nara Seife mit Kurkuma

!Nara Hundeseife

Kurkuma Futtermischung für Pferde

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Schöllkraut

Chelidonium majus

Familie: Mohngewächs/Papaveraceae

giftig • apothekenpflichtig

Beschreibung:  
mehrjährig, 30-60 cm, Staude, fast kahl; Stängel behaart, verzweigt und leicht brechend; Blätter behaart, unterseits blaugrün; Milchsaft gelb-orange, Kapsel schotenförmig, bis 5 cm; der schwarze Samen hat ein weißes, ölhaltiges Anhängsel, das gern von Ameisen gefressen wird

Vorkommen:        
Unkrautfluren, Schutt, Wegränder; Stickstoffanzeiger; lehmige Böden

Sammelvorschrift:  
das ganze Kraut und die Wurzeln kurz vor der Blüte; Verwendung in frischem Zustand, da sich die Wirkstoffe schnell zersetzen (max. 6 Monate haltbar)

Inhaltsstoffe:       
Alkaloide, organische Säuren, Mineralien, ätherisches Öl, Harz

Wirkung:
stark krampflösend, schmerzstillend, beruhigend, galletreibend

Anwendung:        
• kein Tee!
• Bronchien > asthmatische Anfälle, chronischer Reizhusten
• Leber, Galle > Leberleiden, Gelbsucht, Magen-Darm-Trakt, Gallensteinbildung, Koliken mit Schmerzen
• Milchsaft wurde auf Warzen aufgetragen > verfärbt die Haut, reizt aber nicht
CAVE: nicht in die Augen gelangen lassen
• bei Überdosierung: Somnolenz, Magenschmerz, Hämaturie
• Monografie positiv

giftig für Tiere – Vergiftungen kommen wegen des schlechten Geruchs und Geschmacks nur selten vor – Vorsicht im Heu!?

Wissenswertes:    
Bestäubung durch Kerbtiere, Ameisen verschleppen die Samen > wächst auch in kleinen und hohen Mauerspalten

Darstellung aus dem Buch HeilkräuterZeichnungen von Peter Baumann.
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Hildegard von Bingen

Schöllkraut ist sehr heiß und giftig und enthält einen schleimigen Saft Es hat in sich ein so scharfes und bitteres Gift, dass es dem Menschen keine Gesundheit bringen kann … Wenn nämlich jemand es isst oder trinkt, macht es ihn innerlich geschwürig und verletzt ihn und deshalb bewirkt es bisweilen im Menschen Lösung und Verdauung, aber mit Schmerz und nicht mit Wohlbefinden. …

Physica 1.139

Darstellung im
hortus sanitatis
Gart der Gesundheit
von 1485