Darm und Mikrobiom

Vortrag von Dr. med. Schlünzen beim Naturheilverein Kiel

Hier einige Stichworte aus dem Vortrag

Aufgaben des Darm-Mikrobioms:

  • Immunsystem
  • Energielieferant
  • Zweites Gehirn
  • Herstellung von Hormonen: 90% des Glückshormons Serotonin werden dort gebildet

Säureblocker senken den Vitamin B12 Spiegel

Eiweiß fault (Fäulnisnachweis im Urin)
Kohlenhydrate gären > Entstehung von Fuselalkoholen > Belastung der Leber

Akelei

Aquilegia

Familie: Hahnenfußgewächs – Ranunculaceae
Beschreibung: 30-80 cm hohe Staude; blüht Ende Mai bis Juli; Blüte blau, rötlich oder weiß

Herkunft: in fast ganz Mitteleuropa verbreitet
Vorkommen: stickstoffsalzhaltige, basenreiche Böden, Kalk; lichte Laubwälder, Gebüsche, Waldränder; auch verwildert

Inhaltsstoffe:  nicht untersuchte Alkaloide

Wissenswertes

  • geschützt
  • von Hummeln bestäubt
  • verwendet als Heil- und Wunderkraut
  • heilige Pflanze in der kabbalistischen Ligatur: 
    AGLA = Atha gibbor leodam adonai = Du Held in Ewigkeit, mein Herr
  • Sinnbild von Heiligkeit und Dreieinigkeit
  • im Mittelalter als Marienpflanze: 
    > Hugo van der Goes: Anbetung der Hirten
    > Bild im Kölner Dom: zwischen den Füßen von St. Gereon
    > Wurzacher Altar (Multscher). Akelei und Maiglöckchen

Hildegard von Bingen

Akelei ist mehr kalt als warm.
Und der Mensch, bei dem der freis, der selega heißt, aufzuschießen beginnt, soll rohe Akelei essen und der freis wird verschwinden.

Physica 1.133

In der „Hildegard-Medizin“ wird Akelei bei viralen und bakteriellen Infektionskrankheiten eingesetzt.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Fotos gefallen.
Unter Angabe der Quelle dürfen sie gerne verwendet werden.

Bärlauch

Allium ursinum

Wilder Knoblauch • Waldknoblauch • Hexenzwiebel

Familie: Liliengewächs

Herkunft: fast ganz Europa

Beschreibung: 
20-50 cm, Staude, Zwiebelpflanze, reichblütige Scheindolde, Blüte weiß + sternförmig von Mai bis August, teilweise teppichbildend, starker Knoblauchgeruch

Vorkommen:
Auenwälder, feucht-schattige Mischwälder, Gebüsche; liebt basen- und stickstoffsalzreichen, frischen, mullreichen Boden

Inhaltsstoffe:
ätherische Öle mit stark riechender Schwefelverbindung „Lauchöl“,  Flavonoide, Fructosane, Allicin, Vitamin C, Biokatalysatoren

Wirkung:
cholesterinsenkend, antithrombotisch, fungizid, insektizid, immunstimulierend, antiasthmatisch, gegen Würmer

Anwendung:
> wie Knoblauch, essbar – im Frühjahr als frisches Gewürz/Gemüse zu vielen Gerichten.
> bei diversen Verdauungsstörungen, für die Darmflora/bei Darm-Dysbiose, bei chronischem Husten, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen

Hildegard von Bingen

Alle Laucharten, die hohl sind, sind nicht zu warm, sondern gemäßigt und haben einen etwas weinartigen Saft. Sie wachsen durch Wind und Feuchtigkeit der Erde …

Physica 1.83

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Fotos gefallen.
Unter Angabe der Quelle dürfen sie gerne verwendet werden.

Sonnenhut / Echinacea

Botanik

Familie: Asteraceae/Korbblütengewächs

Arten:
Schmalblättriger Sonnenhut – Echinacea angustifolia
Purpurfarbener Sonnenhut – Echinacea purpurea
Blasser Sonnehut – Echinacea pallida

weitere Namen:   
Amerikanischer Sonnenhut, Kegelblume, Kleine Sonnenblume, Rudbeckie, Igelkopf (echinos = griech. Igel)

Beschreibung: senkrechte Pfahlwurzel, aufrechter dünner Stängel

Herkunft: Amerika, bei uns als Zierpflanze

Droge:
Kraut (wird geerntet, wenn die Pflanze aufblüht)
Wurzel (Ernte im Frühjahr und Herbst)

Inhalts-/Wirkstoffe

Kraut: Echinacin, ätherisches Öl (Humulen), Harze, Bitterstoffe, Phytosterine, Polysaccharide, Kompositenstärke, Zucker, Echinosid (bakteriostatisch), Kaffeesäurederivate (Echinacosid u.a.), Flavonoide
Geschmack: bitter, leicht säuerlich, lokal anästhesierend an der Zunge

Wurzel: ätherisches Öl, Polyine, Alkamide, Kaffeesäurederivate (Echinacosid, Cynarin), Betainhydrochlorid, Pyrrolizidinalkaloide (Tussilagin), Polysaccharide

Wirkung

seit 1950 wissenschaftlich bewiesen, dass antibakteriell wirksam;
unspezifische Reizkörper steigern die Abwehrkräfte und leisten Hilfe bei Infektionen

  • antibakteriell, antimykotisch, antiviral
  • aktiviert die weißen Blutkörperchen
  • steigert Zahl der Leukozyten und Milzzellen
  • erhöht die Phagozytoseleistung der Granulozyten
  • Aphrodisiacum (bei erhaltener Potenz)
  • Anregung der Ich-Organisation ohne Schädigung des Organismus

Monografie positiv, ESCOP, WHO, HMPC

Nebenwirkungen:

  • allergische Reaktionen sind möglich (bei Allergie auf Korbblüter)
  • Vorsicht bei bestehendem Diabetes!
  • Nicht bei Autoimmunerkrankungen!

Anwendung

  • wurde von den nordamerikanischen Indianern als Wundheilungsmittel eingesetzt
  • zur Unterstützung bei Erkältungskrankheiten im Hals-, Nasen-, Rachenbereich
  • bei septischen Prozessen und Allgemeininfektionen
  • trainiert das Immunsystem > Einnahme zur Vorbeugung
  • keine Dauergabe!
  • nicht bei akuten Infekten
  • äußerlich bei Hautkrankheiten, entzündliche und eitrige Traumen, Abszesse, Furunkel, Ulcus cruris
  • Zubereitung meist als Galenika, selten als Tee

Hinweise: Echinacea ist eine sehr starke Heilpflanze – bitte holen Sie Sich vor der Anwendung fachkundigen Rat!

Indianische Medizin

  • Wurzelpulver bei Verletzungen
  • Blätter als Wundpflaster
  • Absud bei Blutvergiftung
  • gegen Schlangenbisse
  • frisch zerkaute Wurzeln zur allgemeinen Stärkung
  • Mumps und Masern
  • Kauen der Wurzel bei Zahnweh

Wissenswertes

  • zählt zu den am meisten verordneten Heilpflanzen der Welt
  • ein deutscher Arzt namens Meyer erfuhr vom Stamm der Pawnee von dieser Wunderpflanze und stellte daraus eine Medizin her, die er Meyers Blutreinigungsmittel nannte
  • ab 1900 von vielen Ärzten verordnet