Pfaffenhütchen

Euonymus europaea

Spindelstrauch

alle Pflanzenteile giftig

Das Pulver der getrockneten Früchte tötet Insekten.
Tiere sind besonders durch das Fressen von Zweigen und Zweigspitzen gefährdet.

Symptome – oft erst nach 12-18 Std:
Übelkeit, Krämpfe, Schock, Temperaturanstieg, blutiger Durchfall mit Kolik, Leber- und Nierenschädigung, Herzrhythmusstörungen, Lähmungen der Kaumuskulatur, Krämpfe, Tod in Bewußtlosigkeit

PFERD:
alle Teile hochgiftig > Koliken, blutiger Durchfall, dunkler Urin, Kreislaufversagen, Niederstürzen, TOD kann nach wenigen Stunden eintreten

Benediktenkraut

Cnicus benedictus / Carduus benedictus

andere Namen: Benediktendistel, Bitterdistel, Heildistel, Spinnendistel

Korbblütengewächs

Droge: das Kraut ohne Wurzel;
Geschmack: frisch weniger bitter als getrocknet, salzig

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe (Cnicin), ätherisches Öl, Gerbstoffe

Wirkung: fördert Sekretion; antibakteriell

Anwendung: Appetitlosigkeit, Sekretionssteigerung, dyspeptische Beschwerden wie Verstopfung und Blähungen;
äußerlich zur Wundbehandlung

positive Monografie

Vorsicht bei Allergien gegen Korbblütler und bei Überdosierung

Geschichte: bereits bei Galen (durchdringt verstopfte Organe) und Dioskurides (bei Magenproblemen) erwähnt; in der Klosterheilkunde (wärmend); zu Zeiten Goethes offizinell


Hildegard von Bingen

Benediktenkraut ist heiß.
Wenn jemand es isst oder im Getränk einnimmt, entflammt es ihn zur Glut und Begierde.
Wenn aber ein Mensch an seinem ganzen Körper und an seinen Körperkräften abnimmt, soll er Benediktenkraut in Wasser kochen und dieses Wasser oft so heiß trinken, und er wird die Körperkräfte zurückbekommen.

Physica 1.164

Festival in Eutin

Am Pfingstwochenende findet das Festival für Gesundheit und Lebenskunst zum 2. Mal im Küchengarten von Schloss Eutin statt.
Ich bin mit einem Verkaufs- und Infostand vor Ort und würde mich freuen Sie dort persönlich zu begrüßen.

Auf Grund einer Programm-Änderung werde ich am Sonntag um 15.30 Uhr einen Vortrag über Hildegard von Bingen halten:
„Wie ihre Visionen uns heute helfen können“

Bärentraube

Arctostaphylos uvae ursi

andere Namen:
Achelkraut, Bärentee, Harnkraut, Sandbeere, Wolfsbeere, Wilder Buchs

in Deutschland geschützt

Familie: Ericaceae

Vorkommen: von Skandinavien, Mitteleuropa bis Himalaya und Nordamerika; in Kiefernwäldern, Heidegebieten

Droge: die Blätter; Geruch schwach eigenartig; Geschmack zusammenziehend, schwach bitter

Inhaltsstoffe: Arbutin, freies Hydrochinon, Gerbstoffe, Flavonoide u.a.

Wirkung: antibakteriell, adstringierend

Anwendung: antiseptisches Diuretikum bei entzündlichen Krankheiten der ableitenden Harnwege; Verwendung als Tee-Kaltansatz oder Extrakt

Vorsicht:

  • bei Überdosierung oder falscher Zubereitung (heißer Auszug) Übelkeit und Erbrechen auf Grund der Gerbstoffe
  • nicht länger als eine Woche!
  • bei längerer Einnahme Gefahr einer chron. Hydrochinonvergiftung (Übelkeit, Erbrechen, Leberschäden), Magenreizung

Passionsblume

Passioflora incarnata

Arzneipflanze des Jahres 2011

Familie: Passionsblumengewächse – Passifloraceae

Herkunft: in ganz Amerika und Ostindien heimisch,

Beschreibung: bis 10 m hohe Kletterstaude

Droge:
das Kraut ohne die Wurzeln; Ernte zur Blütezeit;
Geruch leicht aromatisch, Geschmack fade;
die ganze Pflanze enthält Wirkstoffe;
reife Früchte sind essbar

Inhaltsstoffe:
Flavonoide, Cumarin, Umbelliferon, Maltol, Alkaloide, ätherisches Öl u.a.

Wirkung:
entspannend, ausgleichend, angstlösend, bringt Nervensystem ins Gleichgewicht

Anwendung:
bei nervöser Unruhe, Schlafstörungen, Angst, Ruhelosigkeit, Erregungszuständen, Herzneurosen, Kreislaufunregelmäßigkeiten, nervösen Verdauungsbeschwerden; kann schon von Kinder ab 12 Jahren verwendet werden

Monografie:   positiv, ESCOP, HMPC

Verwendung bei indianischen Heilern:

  • nervenberuhigend und entkrampfend
  • Verstopfung
  • Schlaflosigkeit
  • zerstampfte Blätter wurden auf Wunden aufgelegt
  • Saft, gemischt mit Baumwollblüten, zur Behandlung von Augenleiden
  • pulverisierte Rinde zur Blutreinigung