Traubenkirsche

Prunus padus 

andere Namen: Sumpfkirsche, Ahlkirsche

Beschreibung: 
die Laubblätter entwickeln sich im Mai/Juni gleichzeitig mit den weißen, vielblütigen, traubigen Blütenständen; in den Trauben reifen bis September die kleinen (erbsengroß), glänzend schwarzroten Steinfrüchte, die einen runzeligen, ovalen, oft zugespitzten Stein

Herkunft: Nordamerika

Sammelgut: Früchte; herb-bitterer Geschmack

Wirkung: stark abführend!

Anwendung: roh ungenießbar > Zubereitung von Saft, Mus, Marmelade (die Kerne müssen vom Fruchtfleisch getrennt werden)

Wissenswertes: werden gerne von Vögeln gefressen

Lehrwanderung im Botanischen Garten

Schamanen- und Heilpflanzen der Alten Welt

Am 2. September fand die monatliche Lehrwanderung im Botanischen Garten statt. Dozent war Archäobotaniker Dr. Helmut Kroll, der unterhaltsam Anekdoten und wissenschaftliche Fakten kombinieren kann.

Diese Pflanzen wurden besprochen: 

Stiefmütterchen/Viola tricolora

Mohn: gibt es im Norden schon seit der Bronzezeit; weißer Mohn wird in Dänemark auf Seeland angebaut

Attich: wird seit der Bronzezeit verwendet; Holunder erst seit dem Mittelalter

Paeonie: Marienpflanze, Wurzel wurde als Rübe benutzt

Eselsdistel „Kaktus“ > Symbol von Schottland, enthält BitterstoffeArtemisia absinthum: schon bei den Slawen verwendet

Tollkirsche: Atropos, unabwendbar

Lampionpflanze: essbarEisenkraut: schützt vor Verwundungen durch Eisen; lag in Rom auf den Altären, keine natürlichen Standorte in Europa

Zwergeiche/Erdeiche

Mistel > Wärmezeiger

Malve/Pappel: papp = Brei

Rettich, Kohl, Raps, Rüpsen, Brassica nigra, Gelbes Eisenkraut, Gänsefußgewächse, Guter Heinrich, Rübe, Mangold, Bastard-Gänsefuß/Sautot

Sumpfwolfsmilch: 3maliger Farbwechsel, Schamanenpflanze

Hopfen: macht Bier lagerfähig, ins Kopfkissen legen
Gagelstrauch: zum Bier brauen

Hanf

Mädesüß: zur Metherstellung

Eibe: für Langbögen

Buchs

Bilsenkraut > nur bei Siedlungen gefunden(Samenbank kommt nach oben)Eibisch