In der Naturheilkunde werden Viola tricolora (Wildes Stiefmütterchen) und Viola arvense (Ackerstiefmütterchen) verwendet. Hinweis: Im Titelbild sind Zuchtformen für den Garten zu sehen – diese eignen sich nicht als Heilpflanzen.
Droge: Kraut; fast ohne Geruch; Geschmack schwach eigenartig, leicht süßlich, etwas schleimig
Wirkung: wässrige Zubereitungen wirken reiz- und schmerzlindernd, Antioxidans (fängt freie Radikale), entlastet Immunsystem, bei zu viel Talgbildung und übermäßiger Verhornung
Anwendung: äußerlich und innerlich; Wundbehandlung; leichte seborrhöische Hauterkrankungen, bei zu viel Talgbildung, übermäßiger Verhornung, Milchschorf bei Kindern
Monografie: positiv
Für Pferde ein leckeres Kraut.
Monatsblatt von PerNaturamPflanze des Monats Januar 2022
Verwendung: früher als Gemüse, zum Färben, als Fischköder (machte die Fische bewusstlos) und als Heilpflanze (auf Grund der Giftigkeit wohl eher selten); Heute wird die Ochsenzunge nur noch als Zierpflanze verwendet.
Botanik: die ursprüngliche Form ist strauchig; die Kulturformen sind baumartig und 6-8m hoch; die Blätter ledrig, immergrün und unterseits behaart; die Blüten klein, gelblich-weiß und duftend; aus den dunkelblauen Früchten wird das Öl gewonnen; Heimat ist das östliche Mittelmeer; wird auf alle Kontinenten kultiviert
christliches Sinnbild des Friedens und des Segen Gottes
Drogen
Olivenblätter
die getrockneten Blätter
Inhaltsstoffe: Terpenoide, besonders Oleupein (6-9%), Triterpensäure (u.a. Oleanol- und Maslinsäure), Flavonoide (u.a. Luteolin, Luteolin-7-O-glucosid), Secoiridoide, in Spuren Alkaloide vom Chinolin-Typ (u.a. Cinchonin)
Wirkung: 4 Tassen Olivenblättertee pro Tag senken den Harnsäurespiegel im Blut und erhöhen ihn im Urin; leicht blutdrucksenkend
Anwendung: in Fertigpräparaten oder als Tee bei Hypertonie, volkstümlich bei Gicht, Arteriosklerose, Rheuma, Diabetes
Oliven
die Früchte; ölreich und gesund
Olivenöl / Baumöl – Olivae oleum
das aus den reifen Steinfrüchten gewonnene fette Öl
Pressung am feinsten = Jungfernöl
Pressung stärker = Provenceöl Inhaltsstoffe: 95-99% Acylglycerole mit Ölsäure (56-83%), Palmitinsäure, Linolsäure, Stearinsäure, Palmitoleinsäure, Linolensäure ; sowie phenolischen Verbindungen (Protocatechusäure, Sterole, Tocopherole, Triterpen Squalen einfach ungesättigte Fettsäuren (beugen Herzinfarkten vor) Anwendung: als Arzneiträger für lipophile Arzneistoffe = äußerlich für Salben, Emulsionen, Lotionen und Linimente; volkstümlich als Darmgleitmittel, bei Obstipation, Gallensteinen, Hautleiden (äußerlich) Hauptmenge dient der Ernährung
Weißes Olivenöl / Weißes Baumöl / Lilienöl durch Tierkohle oder Sonnenlicht gebleichtes Olivenöl; früher in der Volksheilkunde bei Brustleiden
Wissenswertes
wird 1500-2000 Jahre alt; neben der Eibe der langlebigste Baum
bekannt durch die Kriegszüge > Ölbaum
Holz ist hart, kompakt, feingemasert; für Teller, Schüsseln, Besteck
braucht viel Sonne und lockeren Sand
Hildegard von Bingen
Der Ölbaum ist mehr warm als kalt und trocken und bedeutet das Mitleid. … Das Öl von der Frucht dieses Baumes taugt nicht viel zum Essen, dann wenn es gegessen wird, bewirkt es Übelkeit und macht dem, der es isst, auch die anderen Speisen schwer verdaulich. Aber für sehr viele Arzneien ist es geeignet. … Die gute Wärme des Olivenöls leistet nämlich den kranken Säften des Kopfes Widerstand …
Physica 3.16
Anwendung bei: „Gicht“, kaltem Magen, Kopfschmerzen, zum Bestreichen von Geschwüren, zur Einreibung bei Krämpfen
Bachblüte: OLIVE
völlige Erschöpfung von Körper und Geist ; alles ist zu viel; man hat zu nichts mehr Lust; körperlich vielleicht schon erholt, aber seelisch noch nicht • Veränderung > man lernt mit seinen Kräften zu haushalten
Herkunft: Pakistan, Afghanistan; wird in subtropischen Ländern angebaut; sommergrüner kleiner Baum bis 5m Höhe, kann mehrere Hundert Jahre alt werden
giftige Pflanzenteile
Rinde und Wurzeln Inhaltsstoffe: Piperin-Alkaloide, Gerbstoffe u.a. In der Volksheilkunde früher Verwendung als Bandwurmmittel. Vergiftungssymptome: Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen (evtl. mit Blutungen), Störungen des Nervensystems, Kreislaufkollaps
Botanischer Garten KielBibelgarten Schleswig
Verwendung
Fruchtfleisch, Saft und Kerne können verzehrt werden. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralien.
Zur Gewinnung von Farbstoffen: Blüten > rot, Früchte > gelb
Wissenswertes
alte Kultur- und Arzneipflanze
Grabbeigabe im Alten Ägypten
seit der Antike Zeichen für: Liebe, Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit
Die Kerne wurden während der Thesmophoren (herbstliche Mysterien) im Demeterkult gegessen.
der jüdische Hohepriester trug ihn an seinem Gewand
bedeutet die Wiedergeburt nach dem Tod
in der christlichen Kunst für Christus, Maria und die Kirche
später Fürstensymbol und Stoffmuster
Namensgeber für den Edelstein Granat und die Handgranate