Seidelbast

Daphne mezereum

andere Namen: Giftbäumlein, Giftbeere, Pfefferstrauch

Botanik: Steht unter Naturschutz! Kleiner Strauch, graue Rinde, rosa-rote Blüten mit angenehmem Duft (Februar, März), an Waldrändern

Inhaltsstoffe: Daphnin (Glykosid), Daphnetoxin (Scharfstoff) u.a.

Wurde früher in der Volksheilkund innerlich als starkes Abführmittel und äußerlich als blasenziehendes Mittel verwendet.

Vergiftungserscheinungen: Niesen, Übelkeit, Fieber, Krämpfe, Lähmungen, Nierenschäden, Schock, Nekrose Magenschleimhaut, Kreislaufkollaps

Bildquelle: Naturalis Biodiversity Center

Taigawurzel

Eleutherococcus senticosus

Sibirischer Ginseng, Stachelpanax

Familie: Araliengewächs  

Beschreibung: 3-5 m hoch, stachelig, kleine gelbe Blüten, schwarze Früchte 

Herkunft: Sibirien, Japan, Nordkorea, China 

Droge: Wurzel

Inhaltsstoffe:  Triterpensaponine, Eleutheroside, Lignane     

Wirkung: allgemeine Tonisierung    

Anwendung:  als alkoholischer Auszug bei Müdigkeit und Schwächegefühl, nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, in der Rekonvaleszenz

Monografie:  positiv, HMPC

Flohkraut

Pulicaria dysenterica / major

andere Namen: Großes Flohkraut, Ruhr-Flohkraut

Korbblütler, krautig, ausdauernd

Wurde in der Volksheilkunde gegen Dysenterie (Ruhr) angewendet.
Laboruntersuchungen des alkoholischen Auszuges zeigten eine antibakterielle Wirkung, u.a. gegen des Cholera-Erreger.

Vin Mariani

Marini Wein

1863 von Angelo Mariani (französischer Chemiker) hergestelltes alkoholisches Getränk aus Bordeauxwein mit Extrakten des Cocastrauchs.

wirksame Inhaltsstoffe: Ethylester (verwandt mit Kokain), 10% Alkoholgehalt

Verwendung: als Stärkungsmittel bei Blutarmut, Rachitis und allgemeiner Schwäche, als Appetitzügler, gegen Depressionen

frei verkäuflich in Deutschland bis Juli 1920 (Opiumgesetz)

Sonnenblume

Helianthus annus

das größte Korbblütengewächs; viele verschiedene Sorten; einjährig

Drogen

Sonnenblumenöl: gepresst aus den ölreichen Samen; enthält ungesättigte Fettsäuren, Carotinoide, Lecithin; Verwendung als Nahrungsmittel, leichtes Abführmittel, als Massageöl…

Blütenblätter: enthalten Flavonglykoside, Anthocyanglykoside, Xanthophyll, Cholin, Betain, Sapogenin, Solanthussäure; Verwendung in der Volksheilkunde (als Tinktur) bei fieberhaften Erkrankungen