Familie: Ingwergewächs • verwandt mit Galgant Herkunft: China und Indien Beschreibung: wächst schilfartig bis 1m hoch, mit kriechendem Wurzelstock Droge: der Wurzelstock/Rhizom
zur Anregung der Verdauung (Magensaftproduktion, Darmperistaltik) Vorsicht bei empfindlichem Magen!
verzögert Blutgerinnung Wechselwirkungen mit Blutverdünnern (Marcumar etc.)
max. Tagesdosis 1g
Zubereitungen als Ingweröl, Ingwertee, Ingwerwein, eingelegt oder kandiert
„Schnapswurzel“
positive Monografie: ESCOP, WHO, HMPC
der große Heiler im Ayurveda
aromatherapie
Erschöpfung, Wetterfühligkeit, Ängstlichkeit
Geschichte
bereits vom chinesischen Urkaiser Shennong und Konfuzius erwähnt
seit 3.000 Jahren im Anbau
lässt sich gut transportieren
wurde von den Phöniziern im Mittelmeerraum verbreitet
Dioskorides empfiehlt ihn für den Magen und gegen Vergiftungen
bereits im 9. Jh. in ganz Europa verbreitet – steht wie Pfeffer und Salz auf dem Tisch
im Kräuterbuch von John Parkinson (1640): Ingwer wärmt einen kalten Magen und fördert die Verdauung.
Hildegard von Bingen
Ingwer ist sehr heiß und zerfließend, das heißt löslich und gegessen schadet er einem gesunden und beleibten Menschen, … er enthält nämlich unvermutete Hitze, die durch ihre Glut die Sinne des Menschen schwächt …