Schlangenwurzel

Rauwolfia serpentina

Hundsgiftgewächs

Droge:  Wurzel – aus Wildsammlung und Kultur

Inhaltsstoffe: ca. 40 Alkaloide (Reserpin) u.a.

Wirkung: beruhigend, blutdrucksenkend

Anwendung: 
leichte essentielle Hypertonie mit Angst- und Spannungszuständen, psychomotorische Unruhe, Reizüberflutung;
in der indischen Volksmedizin gegen Schlangenbisse, Insektenstiche, bei Fieber und Durchfall

CAVE Nebenwirkungen – Kreislaufprobleme bis hin zu Alpträumen und Depressionen

Monografie:  positiv für Fertigpräparate

Rainfarn

Tanacetum vulgare

andere Namen: Wurmkraut, Unsterblichkeitskraut, Rehfarn

GIFTIGKEIT je nach Unterart!

Droge: das Kraut

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle (viel Thujon), Bitterstoffe, Gerbstoffe, Glykosid, Vitamine

Wirkung: wurmwidrig, besonders bei Maden- und Spulwürmern

ACHTUNG keine Selbstbehandlung!
Verwenden Sie Fertigmischungen von erfahrenen Phytotherapeuten.

Hildegard von Bingen

Rainfarn ist warm und etwas feucht und wirkt gegen alle über- und ausfließenden Säfte.
Wer Schnupfen hat und davon hustet, soll Rainfarn essen, …
Wer trockenen Husten hat, …
Wer aber durch verschiedene und schlechte Speisen Schwere und Drücken im Magen hat, …
Wer aber kein Wasser lassen kann, weil er von einem Stein verstopft ist, …
Auch eine Frau, die am Ausbleiben der Monatsblutung leidet und davon Beschwerden hat …

Physica 1.111

KEINE HAFTUNG FÜR DIE REZEPTE

Darstellung im
hortus sanitatis
Gart der Gesundheit
von 1485

Rhababer

Familie: Polygonaceae
Herkunft: Nordosttibet und Nordwestchina; in Europa in Kultur

Medizinal-Rhabarber • Rheum palmatum/off.

Droge:
getrocknete Wurzel; Geruch charakteristisch Geschmack bitter, leicht adstringierend

Inhaltsstoffe:
Anthranoide (von Anthrachinonen), Stilbene, Gerbstoffgemisch

Wirkung:
laxierend (wie Aloe), kann durch die Gerbstoffe aufgehoben werden
(viel Gerbstoff = stopfen; viel Anthranoid = abführend)
antimikrobiell, Galle anregend, Appetit/Fresslust fördernd; Ausscheidung über Urin, Schweiß, Milch

Anwendung:
innerlich kurzzeitig bei Verstopfung, Analfissuren, Hämorrhoiden

Monografie positiv

Nebenwirkungen: allergische Reaktionen möglich; bei Dauergebrauch kann es zu Kaliumverlust kommen

Handlappiger Rhabarber – Rheum palmatum

Sibirischer Rhabarber • Rheum rhaponticum

Droge: Wurzel
Anwendung: Hormonstörungen
Monografie: keine

Johannisbeere

Ribes nigrum

Familie: Grossulariaceae

Blätter: Geruch wanzenartig fast ohne Geschmack
Früchte: Geruch stark Geschmack angenehm säuerlich

Inhaltsstoffe Blätter:
ätherisches Öl, Flavonolglykoside der Aglyka (Isorhamnetin, Myricetin, Quercetin) Proanthocyanidine, Vitamin C

Inhaltsstoffe Früchte:
Anthocyane, Flavonolglykoside (Rutosid), Fruchtsäuren, Hydroxyzimtderivate, Vit. C, Invertzucker, Pektine, fettes Öl

Wirkung:
schwach saluretisch, hypotensiv/blutdrucksenkend, kapillar-abdichtend, leicht antimikrobiell + spasmolytisch

Anwendung:
Durchspülung bei bakteriellen, entzündlichen Krankheiten der Harnwege; Vorbeugung gegen Nierengries; leichte unspezifische Durchfallerkrankungen; Erkältungskrankheiten; die Blätter als Aufguss;
für die Niere in Kombination mit Goldrute und Birke
CAVE Herz- und Nierenkrankheiten

Monografie: keine, ESCOP

Bildquelle: Traité des arbres fruitiers