Wegen seines Aussehens (Signaturenlehre) wurde das Milzkraut früher als Heilmittel für die Milz eingesetzt. Es enthält starke Bitterstoffe und regt damit die Verdauung an.
Beschreibung: mehrjährig, Blütenköpfchen aus Zungenblüten; Blätter als grundständige Rosette; 10-50 cm; weißer Milchsaft in allen Teilen (erzeugt auf der Haut braune Flecken); Blätter je nach Standort unterschiedlich gezackt; Stängel hohl und kahl; lange, dicke Pfahlwurzel
Vorkommen: überall, Grünland, Unkrautfluren
Sammelgut: Kraut mit oder ohne Wurzel; Trocknung bei bis zu 50°C
Geruch: schwach und eigenartig Geschmack: etwas bitter (Bitterwert 1:1500)
Wirkung:
adstringierend, entzündungshemmend, gefäßverengend, sekretionsmindernd,
gerinnungshemmend, antimikrobiell, antiviral, antimykotisch, venentonisierend,
Beschleunigung der Blutgerinnung, juckreizlindernd, stark antioxidativ,
verzögert Hautalterung, schützt vor UV Licht, heilt OP-Narben, stark wie
schwaches Kortisonpräparat
Anwendung:
innerlich und äußerlich
als Tee, Tinktur, Tropfen oder Salbe
bei lokalen Entzündungen der Haut und Schleimhäute
bei starken Blutungen und Schmerzen während der Menstruation
als Tee bei Durchfällen
Allergien bei äußerlicher Anwendung sind möglich!
Indianische Medizin
Es gibt ein spezielles Heilmittel, das gegen alles Üble hilft. Wenn jemand krank ist oder sich schlecht fühlt, ohne den Grund zu kennen, dann sollte er diese Medizin (Hamamelis) benutzen.
Albert Jones, Irokese
Literaturtipps
Beide Bücher habe ich antiquarisch erstanden. Sie enthalten viele Anwendungsbeispiele und Rezepte.
Möhring, Augustin • Natürlich gesund mit Hamamelis Midena • ISBN 3-310-00577-1
Bettschart, Kofler, Saller • Hamamelis Haug • ISBN 3-7760-1761-9
Ich freue mich, wenn Ihnen meine Fotos gefallen. Unter Angabe der Quelle dürfen sie gerne verwendet werden.
Anwendung: • Husten, Keuchhusten, Bronchitis, Asthma • Blase und Niere • als Hausmittel: Blutreinigung, Blasen- und Nierenleiden, Insektenstiche, kleine Verletzungen, schlecht heilende Wunden, starke Menstruation, Weißfluss junger Mädchen, Leber, Galle, Gicht, geschwollene Drüsen, Seitenstechen • im Frühjahr für Salate • äußerlich: Verletzungen, Hautentzündungen, Brandwunden, Geschwüre, Insektenstiche • Spülungen bei Mund- und Zahnfleischentzündungen • kann auch längerfristig eingenommen werden
Positive Monografie • keine Nebenwirkungen
Wissenswertes: • seit der Antike verwendet (assyrische Medizin, bei Dioskurides beschrieben) • Preßsaft aus Blättern wurde früher als blutstillendes Mittel verwendet (Gerbstoffe)
Hildegard von Bingen
Wegerich ist warm und trocken.
Physica 1.101
Anwendung bei: • „Gicht“, „Drüsen“ und „Stechen“ • Spinnenbiss, Insektenbiss
Beschwörungsformel
Und du Wegerich, Mutter der Pflanzen, offen nach Osten, mächtig im Innern: Über dich knarrten Wagen, über dich ritten Frauen, über dich schrieen Bräute, über dich schnaubten Farren; allen widerstandest du und setztest dich entgegen: So widerstehe du auch dem Gift und der Ansteckungund dem Übel, das über das Land dahinfährt.