kleine Kräuterkunde

Wichtige Information zur Einnahme bzw. Fütterung von Heilkräutern:

  1. Die Indikationen, die bei den Pflanzen aufgeführt werden, sind nicht für die Selbstmedikation gedacht!
    Bitte ziehen Sie bei Erkrankungen einen erfahrenen Phytotherapeuten zu Rate.
  2. Einige Pflanzen dürfen laut EU-Verordnung nicht an Lebensmittel-liefernde Tiere verfüttert werden. Außerdem gelten die Inhaltsstoffe einiger Pflanzen bei Tieren als Doping!
  3. Die Wirkstoffe der Pflanzen können auch Nebenwirkungen haben. Bitte beachten Sie Dosierungsvorschriften und achten Sie auf Wechselwirkungen mit Medikamenten.
  4. Wenden Sie eine Heilpflanze nicht länger als 4 Wochen am Stück an.
  5. Weitere Informationen über Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen finden Sie unter dem Menüpunkt Pflanzeninhaltsstoffe.

Heilpflanzen von A-Z

Ackerschachtelhalm / Zinnkraut – Equisetum arvense

Anis – Pimpinella anisum
für Atmung und Verdauung, krampflösend, schleimfördernd, schleimlösend, fungizid, viruzid, antibakteriell, geburtserleichternd, steigert Milchsekretion – Vorsicht: wehenanregend!

Alant – Inula helenium

Andorn

Arnika – Arnika montana
antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend; Vorsicht vor Allergien! Nur äußerlich oder als Homöopathikum anwenden.

Artischocke – Cynara scolymus

Baldrian – Valeriana off.
beruhigend – Vorsicht: Doping!

Bärentraube

Bärlauch

Beifuss

Beinwell –Symphytum off.
für den Bewegungsapparat, innerlich und äußerlich anwendbar

Birke – Betula pentula
für Niere und Harnwege, „blutreinigend“, enthält viele Mineralien

Blutwurz

Bockshornklee – Trigonella foenum-graecum
schleimlösend, entzündungshemmend, appetitanregend, auch äußerlich anwendbar

Bohnenhülsen – Phaseolus vulg.
durchspülend für Niere und Harnwege

Borretsch 

Brennessel – Urtica
Kleine Brennessel – Uritca urens: einjährig, Anwendung in der Homöopathie
Große Brennessel – Urtica dioica: mehrjährig, Anwendung in der Phytotherapie
regt Stoffwechsel und Durchblutung an; enthält viele Vitamine, Mineralstoffe (Kalium, Eisen), Kieselsäure, Flavonoide, Pflanzensäuren, Chlorophyll, Karotinoide, Eiweiße; in den Brennhaaren auch Histamin, Acetylcholin, Kalziumkarbonat (Kalk) und Silikate (kieselsaure Salze)
nach Hufrehe, beim Fellwechsel, bei Ödemen, Kontraindikation: Herz- und Niereninsuffizienz

Brombeere – Rubus fructicosus
„blutreinigend“ durch Gerbstoffe, bei Hauterkrankungen, Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen

Brunnenkresse – Nasturtium off.
tonisierend, bei Schwächezuständen, Stoffwechselstörungen

Dost – siehe Oregano

Echinacea purpurea und angustifolia
stärkt das Immunsystem durch eine Steigerung der Leukozytenzahl – NUR vorbeugend verwenden! keine Dauergabe! nicht bei einem akuten Infekt! nicht für Allergiker geeignet!

Efeu – Hedera helix
für die Atemwege, Früchte sind giftig!

Eibe
giftig

Eibisch – Althaea off.
Schleimstoffe für die Atmungsorgane

Eichenrinde – Quercus robur
enthält viele Gerbstoffe und reguliert damit die Verdauung

Eisenhut – Aconitum
giftig

Eisenkraut 

Eukalyptus

Fenchel – Foeniculum vulg.
enthält viel Vitamin C, ätherisches Anisöl, Zucker, schleimlösend, für Atemwege und Verdauung, appetitanregend, stark wehenanregend – daher nicht bei trächtigen Tieren verwenden!

Fingerhut – Digitalis
giftig

Flohsamen – Psylli semen
hohes Quellvermögen, abführend, nicht anwenden bei Darmverschluß!

Frauenmantel – Alchemilla vulg.
bei hormonellen Ungleichgewichten, zur Geburtserleichterung, zur Wundheilung

Gänseblümchen

Ginkgo bioloba
fördert die Durchblutung

Goldrute – Solidago virgaurea
durchspült die Nieren

Hagebutte/Heckenrose – Rosa canina
enthält viele Vitamine (v.a. Vitamin C) und Mineralstoffe, für das Immunsystem

Hamamelis / Zauberhasel

Hauhechel 

Holunder – Sambucus nigra
anregend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend

Hopfen – Humulus lupulus
Anbau nur von weiblichen Pflanzen, schon in vorchristlicher Zeit zum Bierbrauen verwendet, enthält Bitterstoffe (Humulon, Lupulon) und Harze, wirkt beruhigend und antibiotisch

Huflattich – Tussilago farfara
wurde traditionell bei Husten verwendet, Kontraindikation: trächtige Tiere

Ingwer – Zingiber off.
für Appetit und Verdauung, enthält Gingerole, entzündungshemmend, schmerzstillend, Vorsicht bei der Dosierung, Doping!

Isländisch Moos – Cetraria islandica
kurzfristig bei Husten, reizlindernd, appetitanregend; eine Überdosis kann zu Verstopfung führen!

Johannisbrot – Ceratonia siliqua
für Atemwege und Verdauung

Johanniskraut – Hypericum perforatum
abschwellend, adstringierend, antibakteriell, beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, tonisierend, CAVE Photodermatitis (auch durch das Heu)

Kamille – Matricaria chamomilla
beruhigend und entzündungshemmend, bei Krampfkoliken, nicht bei Magengeschwüren, nicht über einen längeren Zeitraum geben, äußerlich anwendbar – aber nicht am Auge!

Kapuzinerkresse 

Kardendistel / Wilde Karde

Klee 

Klette, große – Arctium lappa
bei Hauterkrankungen, unterstützt Entgiftung, hemmt Tumorzellen

Knoblauch – Allium sativum
starker Geruch durch ätherische Öle, antibiotisch, antiseptisch und blutdrucksenkend wirksam, enthält Mineralsalze, Jod und Vitamine, bewirkt Veränderungen im Blutbild! Kontraindikation: Leber- und Nierenerkrankungen

Kümmel – Carum carvi
regt Verdauung und Gallenfluss an, wirkt gegen Blähungen

Kürbiskernöl
enthält viele ungesättigte Fettsäuren

Lauch – Allium porrum
genutzt werden die Sprosse, enthält schwefelhaltige Öle, Zucker und Vitamine, verdauungsfördernd, hustenlösend

Lavendel – Lavendula angustifolia
seine Inhaltsstoffe wirken innerlich angewandt auf das ZNS, äußerlich aufgetragen steigern sie die Durchblutung der Haut und wirken desinfizierend

Lein / Flachs – Linum usitatissimum
licht- und wärmeliebend, von Sumerern und Ägyptern kultiviert, Nutzung als Faserlein oder Öllein (40% Öl im Samen), für Farben oder als Speiseöl, Leinsamen sind verdauungsfördernd, verbessern die Nährstoffaufnahme, schleimbildend, Leinöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren

Liebstöckel

Linde

Löwenzahn – Taraxacum off.
für den Gallenfluss und zur Unterstützung der Niere, „Blutreinigung“, bei Hufrehe, starken Blähungen

Lungenkraut – Pulmonaria off.
für die Atmungsorgane, nicht für den Dauergebrauch

Mädesüß – Filipendula ulmaria
traditionell verwendet bei Rheuma und Gicht

Majoran – Origanum majorana
für die Verdauung

Malve – Malva silvestris
enthält Schleimstoffe, bei trockenem Husten

Mariendistel – Carduus marianus/Silybum marianus
Leberschutz, fördert die Regeneration von Leberzellen

Meerrettich – Amorcia rusticana
enthält Glykoside die Senföl abspalten, dieses wirkt antibakteriell im Atmungs- und Verdauungstrakt; weitere Wirkstoffe sind Vitamin C und Kaliumsalze

Melisse – Melissa off.
krampflösend, beruhigend, antibakteriell und antiviral, verdauungsfördernd

Mistel – Viscum album
tonisierend, blutstillend, entzündungshemmend, entkrampfend

Mönchspfeffer – Vitex agnus-castus
traditionell angewendet gegen Depressionen und Nervenschwäche, wirkt auf die Hirnanhangsdrüse (wichtig beim Cushing-Syndrom) und harmonisierend auf das Hormonsystem

Nachtkerze – Oenothera biennis
liefert besonders hochwertiges Öl (enthält Gamma-Linolensäure)

Oregano – Origanum vulgare
auch „Dost“ oder „Wilder Majoran“, wirkt antiseptisch; außerdem ist er im Garten eine gute Bienenweide

Passionsblume

Pfefferminze – Mentha piperita
antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend, beruhigend, tonisierend, verdauungsfördernd, Kontraindikation: trächtige Tiere, Leberschäden, Verschluss der Gallenwege

Quecke – Agropyron repens
harntreibend, durchspülend

Ringelblume – Calendula off.
innerlich traditionell angewendet für den Magen-Darm-Trakt; leicht krampflösend, Gallenfluss anregend
äußerlich angewendet: abschwellend, reinigend, adstringierend (zusammenziehend), entzündungshemmend, gegen Bakterien und Pilze

Rosmarin – Rosmarinus off.
für die Verdauung, bei Herz- und Kreislaufbeschwerden, CAVE: abortiv

Rosskastanie – Aeculus hippocastanum
für den Bewegungsapparat, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend, tonisierend

Salbei – Salvia off.
für die Atmung und die Verdauung, antibakteriell, viruzid, fungizid, krampflösend, adstringierend, bei Hauterkrankungen, reguliert die Schweißbildung, innerlich und äußerlich anwendbar, nicht bei trächtigen Tieren verwenden, Vorsicht bei empfindlichem Magen

Sanddorn – Hippophae rhamnoides
sehr viel Vitamin C, viele B-Vitamine, Carotinoide und Flavonide, für Immunsystem und Kreislauf

Schafgarbe – Achillea millefolium
„blutreinigend“, krampflösend, unterstützt die Verdauung, nicht über längeren Zeitraum geben!

Schlehe

Schneeglöckchen – Galanthus nivalis

Schwarzkümmel – Nigella sativa
für die Atmung, das Immunsystem, antibakteriell, antiseptisch, entzündungshemmend

Sonnenblume – Helianthus annuus
braucht viele Nährstoffe und Wärme, seit dem 19. Jh. als Ölpflanze, eiweißhaltiger Presskuchen als Viehfutter

Spitzwegerich – Plantago lanceolata
bei Husten, enthält Gerb- und Schleimstoffe, Kieselsäure, Zink, antibakteriell, adstringierend, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend

Stiefmütterchen – Viola tricolor
fördert den Stoffwechsel, gut bei Hautirritationen

Süßholz – Glycyrrhiza glabra
für Verdauung und Atemwege, CAVE längerfristige Gabe führt zu Ödembildung, Kontraindikation: Trächtigkeit, Leber- oder Nierenschäden

Tausendgüldenkraut

Teebaum – Melaleuca alternifolia
äußerlich, verdünnt, desinfizierend

Teufelskralle – Harpagophytum procumbens
entzündungshemmend, schmerzlindernd, v.a. für den Bewegungsapparat angewendet

Thymian – Thymus vulg.
verdauungsfördernd, unterstützt die Atemwege, fördert die Sekretion, krampflösend, antibiotisch, maximal 3 Wochen, Vorsicht bei der Dosierung!

Vogelbeere

Wacholder – Juniperus communis
antibakteriell, schleimlösend

Walnuss – Juglans regia
bei Entzündungen an Haut und Schleimhaut, regt den Leberstoffwechsel an

Weide – Salix alba
entzündungshemmend, schmerzstillend, für den Bewegungsapparat, Vorsicht bei der Dosierung!

Wein

Weißdorn – Crataegus monogyna
stärkt Herz und Kreislauf

Weiße Taubnessel – Lamium album
bei Schleimhautentzündungen

Wermut – Artemisia absinthium
appetitanregend