Dr. Johannes G. Mayer (†) Das geheime Heilwissen der Klosterfrauen
rororo • ISBN 978-3-499-62373-8
Klappentext: „Hildegard von Bingen und ihre Schwestern • Im Hochmittelalter waren es vor allem Frauen, die sich in der medizinischen Forschung hervortaten. Sie widmeten sich der Krankenpflege, gründeten Spitäler und entwickelten Therapien. Dr. Johannes G. Mayer – Leiter der Forschergruppe Klostermedizin – führt uns in die faszinierende Welt der Klosterfrauen und verrät, welche Rezepte uns noch heute helfen können.“
Mal wieder bin ich im Antiquariat fündig geworden: Der Name des Autors spricht für sich – und es fehlte mir noch in meiner Sammlung. Das Buch ist in drei Hauptteile gegliedert:
Heilende Frauen: Die Schule von Salerno, Trota, Klosterfrauen (Hildegard von Bingen u.a.) – Ein spannendes Kapitel, das ich ratzfatz durchgelesen hatte!
Die Heilkunde der Klosterfrauen: Eine Einführung in die damalige Vorstellung von Natur und Medizin, Temperamentenlehre, Ratschläge für die Gesundheit. – Diese Zusammenfassung gefällt mir sehr gut; ich werde sicherlich bei meinen Vorträgen daraus zitieren.
Die Heilkräuter der Klosterfrauen: Die wichtigsten Pflanzen von A bis Z mit wunderschönen schwarz-weiß Zeichnungen. (Ich bin ja ein Fan von botanischen Zeichnungen!) Hier kann man immer mal wieder nachschlagen.
Bereichert wird das kleine Buch mit einem üppigen Bildtafel-Teil. Sollte Ihnen das Büchlein irgendwo über den Weg laufen – nehmen Sie es mit – es lohnt sich! 😊
andere Namen: Echter Ehrenpreis, Wundheilkraut, Allerweltsheil
Beschreibung: 10-30 cm, mehrjährige Staude, rauhhaariger, liegend-aufsteigender Stängel; Blüte helllila, dunkel geadert, in gestielten Trauben; Trauben in den Blattwinkeln, Blüte Mai bis August
Inhaltsstoffe: Aucubin und weitere Iridoidglykoside, Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe
Anwendung
in der Volksheilkunde bei Husten und Atemwegserkrankungen, Verdauungsproblemen, Rheuma und Gicht
als Gurgelmittel
als Küchenkraut
Gamander-Ehrenpreis – Veronica chamaedrys
andere Namen: Männertreu, Kleiner Ehrenpreis, Gewitterblümchen
Beschreibung: 10-30 azurblaue Blüten mit weißem Schlund in gegenständigen Trauben, tiefblau, dunkler geadert, 10-30 cm, Blüte April bis August; Stängel aufsteigend-aufrecht, 2 gegenständige Haarreihen am Stängel, mehrjährig
Vorkommen: Wiesen, Waldlichtungen, Wegränder; stickstoffsalz- und basenhaltige Lehmböden; meist in kleinen, individuenreichen Beständen
Inhaltsstoffe: Aucubin und evtl. weitere Iridoidglykoside
Wissenswertes: die blaue Blütenkrone fällt bei leichter Berührung ab „Männertreu“; die Blüten öffnen sich zwischen 7 und 9 Uhr und schließen sich gegen 18 Uhr