Rhababer

Familie: Polygonaceae
Herkunft: Nordosttibet und Nordwestchina; in Europa in Kultur

Medizinal-Rhabarber • Rheum palmatum/off.

Droge:
getrocknete Wurzel; Geruch charakteristisch Geschmack bitter, leicht adstringierend

Inhaltsstoffe:
Anthranoide (von Anthrachinonen), Stilbene, Gerbstoffgemisch

Wirkung:
laxierend (wie Aloe), kann durch die Gerbstoffe aufgehoben werden
(viel Gerbstoff = stopfen; viel Anthranoid = abführend)
antimikrobiell, Galle anregend, Appetit/Fresslust fördernd; Ausscheidung über Urin, Schweiß, Milch

Anwendung:
innerlich kurzzeitig bei Verstopfung, Analfissuren, Hämorrhoiden

Monografie positiv

Nebenwirkungen: allergische Reaktionen möglich; bei Dauergebrauch kann es zu Kaliumverlust kommen

Handlappiger Rhabarber – Rheum palmatum

Sibirischer Rhabarber • Rheum rhaponticum

Droge: Wurzel
Anwendung: Hormonstörungen
Monografie: keine

Johannisbeere

Ribes nigrum

Familie: Grossulariaceae

Blätter: Geruch wanzenartig fast ohne Geschmack
Früchte: Geruch stark Geschmack angenehm säuerlich

Inhaltsstoffe Blätter:
ätherisches Öl, Flavonolglykoside der Aglyka (Isorhamnetin, Myricetin, Quercetin) Proanthocyanidine, Vitamin C

Inhaltsstoffe Früchte:
Anthocyane, Flavonolglykoside (Rutosid), Fruchtsäuren, Hydroxyzimtderivate, Vit. C, Invertzucker, Pektine, fettes Öl

Wirkung:
schwach saluretisch, hypotensiv/blutdrucksenkend, kapillar-abdichtend, leicht antimikrobiell + spasmolytisch

Anwendung:
Durchspülung bei bakteriellen, entzündlichen Krankheiten der Harnwege; Vorbeugung gegen Nierengries; leichte unspezifische Durchfallerkrankungen; Erkältungskrankheiten; die Blätter als Aufguss;
für die Niere in Kombination mit Goldrute und Birke
CAVE Herz- und Nierenkrankheiten

Monografie: keine, ESCOP

Bildquelle: Traité des arbres fruitiers

Erdnuss

Arachis hypogaea

andere Namen: Casamance, Erdeichel, Erdmandel

Schmetterlingsblütengewächs – Fabaceae/Leguminosa

Botanik: einjährig, 40-70 cm hoch (ähnlich der Erbse)

nach der Befruchtung fohren sich die Blütenstiele ungefähr 5 cm tief in die Erde, wo die Früchte reifen

Heimat ist Brasilien, Anbau in den Tropen

Drogen:

frische Erdnüsse

IS: Resveratrol (eine Phenolverbindung), Vit. E, Folsäure, Flavonoide, Phytosterole, Eiweiß, Kalium

in Erdnussbutter bleibt das Resveratrol erhalten

nährstoffreiche Zwischenmahlzeit; als Ersatz für andere fettreiche Nahrungsmittel

Resvetratrol kann das Risiko für HerzKH senken und wirkt krebsvorbeugend

Erdnussöl

das aus den geschälten Samen gewonnene, raffinierte Öl für Nahrung und Medizin

IS: das medizinisch gebrauchte Öl besteht aus Triglyceriden verschiedener Fettsäuren, besonders der Ölsäure, Linolsäure

Anwendung: in div. pharmazeutischen Präparaten (Klistiere, Dermatologie) wird das reizlose Öl verarbeitet

Tee

Camellia sinensis

Familie: Theacae

Seit 2.700 v. C. in China als Kulturpflanze nachgewiesen.
Anbau: Indien, China, Ceylon

Droge: die getrockneten und fermentierten Blätter; fast geruchslos; Geschmack leicht adstringierend, angenehm bitter

Grüner Tee = junge Blätter, Erhitzung nach Ernte, gerollt, getrocknet

Inhaltsstoffe:
Purinalkaloide (Coffein, Theobromin, Theophyllin), Gerbstoffe (Polyphenole: Epicatechine, Gallussäurederivate), Fluorid (fluoridreichstes pflanzliches Nahrungsmittel), Mineralstoffe, äther. Öl, Saponine, Aromastoffe, Flavonoide, Phenolcarbonsäure, Vitamine u.a.

Wirkung:

  • gerbstoffreich > adstringierend
  • leicht diuretisch
  • leicht stopfend
  • Herztätigkeit fördernd
  • Coffeinwirkung > zentral anregend
  • Dilatation der Blutgefäße der Nieren > Erhöhung der glomerulären Filtrationsrate
  • Durchblutung der Herzkranzgefäße
  • Magensaftsekretion verstärkt
  • kapillarabdichtend
  • antiphlogistisch
  • antioxidativ
  • antiviral

Anwendung:

  • Abkochungen bei MDT Störungen mit Durchfall
  • bei Kolitis, Kolienteritis, Dyspepsie
  • koffeinfreier Tee als kapillarkräftigendes Mittel
  • Tonikum bei Schwäche und Rekonvaleszenz
  • hypertonisches Mittel
  • Anregung der Atmung

Zubereitung:
Abkochung aus 1 TL Teeblätter und 500 ml Wasser, 1 Minute kochen, durchseihen

CAVE Magenreizungen – NICHT anwenden bei Herzkrankheiten, Herzneurosen und Magengeschwüren

Zitrone

Citrus limon

Kleiner Baum bis 5 m Höhe; seit 500 v. C. in China in Kultur; weltweiter Anbau in den Subtropen; wirtschaftlich wichtige Obstfrucht; viele Kultursorten

Volksheilkunde

Droge: Saft
Anwendung: unterstützend bei Erkältungskrankheiten
Monografie: keine

Aromatherapie

  • Droge: kaltgepresstes ätherisches Öl der Schale
  • Inhaltsstoffe: Monoterpene
  • Wirkung: lufterfrischend, belebend, antiviral, gegen Streptokokken, immunstärkend, konzentrationsfördernd
  • Anwendung: bei Stress, diffusen Ängsten, depressiven Verstimmungen, am Arbeitsplatz, zur Raumluftverbesserung
  • zu beachten: nicht lange haltbar, können Haut und Schleimhaut reizen, erhöhen die Lichtempfindlichkeit (nicht vor Sonnenbad oder Solarium verwenden)

Hildegard von Bingen

Der Zitronenbaum, an dem die Zitronen wachsen, ist mehr warm als kalt und bedeutet die Keuschheit.
Ein Mensch der täglich Fieberanfälle hat, soll die Blätter dieses Baumes in Wein kochen … Aber auch die Früchte dieses Baumes unterdrücken, wenn man sie isst, aufgrund ihrer guten Wärme und ihrer guten Kräfte das Fieber im Menschen. …

Physica 3.18

Buddhas Hand

Citrus limon var. sarcodactylus
Varietät der Zitrone mit fingerförmigen Früchten; während der Reife riechen sie nach Rosen; Früchte essbar; Verwendung in der fernöstlichen Küche; blüht das ganze Jahr