Hildegard von Bingen – Lebenslauf

ganz kurz …

1098        Hildegard wird als zehntes Kind der Edelfreien Mechthild und Hildebert von Bermersheim auf Gut Bermersheim bei Alzey im rheinfränkischen geboren.

1106        Sie wird zur religiösen Erziehung zur Burg Sponheim gebracht und dort mit Jutta von Sponheim und einem weiteren Mädchen von der frommen Witwe Uda von Göllheim unterrichtet.

1112         Die Familie Sponheim errichtet eine Frauenklause auf dem Disibodenberg, in die die Mädchen einziehen. Die Klause ist dem Benediktiner-Mönchskloster angeschlossen.

1136        Nach dem Tode Juttas wird Hildegard zur Äbtissin gewählt.

1139         2. Laterankonzil – u.a. neue Vorschriften für Frauen und für die Ausübung der Heilkunde

1141-51   Liber Scivias/Scivias Domini = Wisse die Wege / Erkenne die Wege des Herrn

1146         Bestätigung der Sehergabe

1150         Umzug auf den Rupertsberg

1152         Uraufführung von Ordo Virtutum = Ordnung der Kräfte

1151-58    Liber subtilitatum diversarum naturam creaturarum = Buch von den Feinheiten der verschiedenen Naturen der Geschöpfe

1154         bei Kaiser Barbarossa

1158         Predigtreise

1158-63   Liber vitae meritorum = Buch der Lebensverdienste

1160        zweite Predigtreise

1161-63   dritte Predigtreise

1163-73   Liber diviniorum operum = De operatione Dei = Divop = Buch der Gotteswerke / Welt und Mensch

1165         Gründung Kloster Eibingen

17.9.1179   Hildegard stirbt

Nach ihrem Tod erscheinen die bekannten Werke:

Causae et Curae = Ursachen und Behandlung von Krankheiten
Physica = Naturkunde / Heilkraft der Natur

Plus 3

Die natürliche Hormontherapie  nach Dr. med. Schlünzen – der Mai Vortrag beim NHV.

Ich bin ja immer wieder überwältigt, was für ein Fachwissen Dr. Schlünzen bezüglich der Hormone hat – immerhin gibt es ca. 150 verschiedene im menschlichen Körper. Da kann natürlich schnell mal was in Schieflage geraten.

Was mir am Wichtigsten war:

  • Testosteron geht ab 40 langsam runter; wird für das Herz gebraucht
  • Östrogene fallen ab 50 steil ab
  • Alle brauchen Progesteron! Die Progesteron-Rezeptoren sind im Gehirn am häufigsten. Es wirkt krampflösend, antidepressiv und ist für den Aufbau der Myelinschicht wichtig.
  • CEE =  konjugierte Pferdeöstrogene (Pharmaka mit hormonähnlicher Wirkung) • Persönliche Anmerkung: Ich habe im Internet Videos gesehen, wie diese produziert werden. DAS GEHT GAR NICHT! Tierquälerei vom Feinsten!
  • pflanzliche Hormonlieferanten: Rotklee, Soja, Mönchspfeffer, Yamswurzel, Bockshornklee, Fenchel
  • NHET Natürliche HormonErsatzTherapie
  • Xenoöstrogene = unnatürliche Hormone (Weichmacher etc.)
  • Linus Pauling: Orthomolekulare Medizin
  • Eisen für 190 Enzyme wichtig

Link zur Homepage von Dr. Schlünzen

Kommission E

Die Kommission E ist die selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Die Kommission E berät das BfArM in der Regel bei der Zulassung von traditionellen Arzneimitteln und von Arzneimitteln der besonderen Therapieeinrichtungen.
In den Jahren 1978 (Inkrafttreten des neuen Arzneimittelgesetzes) bis 1994 bestand die Aufgabe der Kommission E darin, wissenschaftliches und erfahrungsheilkundliches Material zu erwünschten und unerwünschten Wirkungen pflanzlicher Arzneidrogen zu verfassen.

Daraus wurden die bis heute gültigen MONOGRAFIEN erstellt, die als Grundlage für die Neuzulassung und Nachzulassung pflanzlicher Arzneimittel gelten.

Die Kommission E entscheidet, welche Mittel für welche Beschwerden zugelassen werden. Entsprechend werden die Anwendungsbereiche der Medikamente in den Beipackzetteln angegeben.

Viele Pflanzen der Erfahrungsheilkunde bzw. überlieferte Anwendungen wurden von der Kommission negativ bewertet und dürfen deshalb nicht mehr offiziell verwendet oder ausgelobt werden.
Die Monografien der Kommission E stellen den Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Aufbereitung dar und wurden nicht mehr aktualisiert.

Weiter Infos finden Sie HIER.

HMPC

Herbal Medicinal Product Commitee

Ein Gremium der europäischen Zulassungsbehörde (EMA), gegründet im September 2004.

Hauptaufgabe

Ausarbeitung von Gemeinschaftsmonographien von Heilpflanzen (Community herbal monographs) sowie die Erstellung einer Gemeinschaftsliste für pflanzliche Wirkstoffe (Community list), deren Zubereitungen und Kombinationen.

Die Registrierung für traditionelle Arzneimittel wurde damit innerhalb der EU vereinfacht.

Ziele

Harmonisierung der Regularien und Integration der Phytotherapie in das Europäische Regelwerk

Die verabschiedeten Monographien sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die nationalen Zulassungsbehörden in allen europäischen Staaten.

Das deutsche AMG verweist unter § 39b Abs. 2 darauf, dass im Registrierungsantrag für traditionelle Arzneimittel auf eine gemeinschaftliche Pflanzenmonographie oder auf die Gemeinschaftsliste verwiesen werden kann.