„Aufbrechen zum erfüllten Leben mit der Wegweisung Hildegards von Bingen“ so lautete der Titel des Seminars mit Sr. Maura Zátonyi OSB.
Wir haben uns hauptsächlich mit den ersten beiden Visionsschriften beschäftigt:
Wisse die Wege – Liber Scivias
Das Buch der Lebensverdienste – Liber vitae meritorum
Was soll ich sagen?
Ich bin unglaublich dankbar für die Zeit, die ich dort verbracht habe!
Viel zu schnell ist das Seminar Wochenende vergangen; viele Ideen und Inspirationen habe ich mit nach Hause genommen. Es wird noch einige Zeit dauern, bis ich alles sortiert habe. Und ganz sicherlich fahre ich wieder hin!
Den Abschluss meines Wochenendes bildete der Besuch von Hildegards Schrein in der Wallfahrtskirche in Eibingen. Das war für mich ein ganz besonderer Moment!
Am nächsten Wochenende (27. bis 29. April) nehme ich an einem Seminar im Kloster St. Hildegard in Eibingen teil. Dort werden wir uns mit den Visionsschriften der Hildegard von Bingen beschäftigen.
Da ich diese Schriften für meine Vorträge gelesen habe, bin ich sehr gespannt! Außerdem freue ich mich darauf Sr. Maura Zátonyi OSB kennen zu lernen. Ihre Vorworte und Übersetzungen zu den Schriften haben mir Hildegards Visionen erst nahe gebracht.
Meine Erkenntnisse werde ich u.a. im Rahmen des „Gesprächskreis Gesundheit“ am 14. Mai in Eckernförde vorstellen.
Vorkommen: feuchte Wälder; liebt basen- und stickstoffsalzreiche Böden, gerne auf Kalk Beschreibung: mehrjährig, Staude, 15-50 cm, Beeren rot; Blätter oft gefleckt
Droge: der Wurzelstock, die Blätter Inhaltsstoffe: Scharfstoffe (Aroin, Aronin, Aronidin), Oxalate
Alle Teile (auch die Beeren) sind giftig – die frische Pflanze mehr, als die getrocknete. Vergiftungssymptome: starkes Brennen auf der Zunge, Hautrötung, blasenziehend, heftige Entzündung, Herzrhythmussstörungen, Schädigung und Lähmung des ZNS, Krämpfe, starker Durst mit Speicheln, Harnverhalten, niedrige Temperatur, Blutungen; bei Weidevieh tödliche Vergiftungen durch frische Pflanze!
Anwendung: nur noch in der Homöopathie!
Wissenswertes: Im Mittelalter Marienattribut. Fliegenfalle > Blütenstand ist eine Gleitfalle/Kesselfalle, die bestimmte Insekten (kleine Mücken) durch aasähnliche Duftstoffe anlockt. In den Spathakessel gefallen, bestäuben sie weiblichen Blüten und entkommen erst, wenn die männlichen Blüten Pollen auf sie gestreut haben und das Hüllblatt welkt.
Cicely Mary Barker
ACHTUNG – KEINE HAFTUNG FÜR DIE REZEPTE
Hildegard von Bingen
Aronstab ist weder lauwarm noch zu stark, sondern hat eine gleichmäßige und durchmischte Wärme, wie die Sonne nach ihrem Aufgang sanfte Wärme besitzt und wie der Tau im Sommer vor Tagesanbruch mild ist, und deshalb kann er zu allem nutzbar gemacht werden wie ein liebenswürdiger Mann, der auch Gefahren ertragen kann und zu Recht Wohlstand erlangt. … Der Mensch in dem die Schwarzgalle zunimmt, hat ein bitteres Gemüt und ist immer traurig. Er soll oft Wein trinken, der mit Aronstabwurzel gekocht ist, und (dieser) vermindert das melancholische Fieber in ihm, das heißt es verschwindet, wie gesagt, weil der mit der Wärme des Weines vermischte (Aronstab) die Kälte der Melancholie verringert und das Gemüt des Menschen froh macht.
Physica 1.49
Darstellung im hortus sanitatis Gart der Gesundheit von 1485
Am Sonntag, den 8. April, habe ich an einer Lehrwanderung im Botanischen Garten der Uni Kiel teilgenommen. Frau Dipl. Biol. Susanne Petersen stellte „Gehölze im Frühjahr“ vor.
In der Antike als Antidot = Gegengift gegen tierische Gifte (insbesondere Schlangengift) entwickelt. Als Erfinder gilt Andromachus, der Leibarzt von König Nero.
Im Mittelalter als Universalheilmittel gegen viele Krankheiten und Gebrechen. Die Herstellung erfolgte öffentlich, um zu verhindern, dass minderwertige Zutaten verwendet wurden.
Heute in opiumfreier Zusammensetzung für die volksmedizinische Anwendung gegen allerlei Gebrechen und Zipperlein. 😉
Foto: Apotheken-Behälter – aufgenommen bei einer Sonderausstellung im Probstei Museum Schönberg.