Ginkgo

Ginkgo biloba

Baum des Jahrtausends

Klasse:  Ginkgoopsida – mit nur einer Gattung

Beschreibung:
weibliche und männliche Bäume • Spermatophyta (Samenpflanzen)

Herkunft:
aus China: Ya Chio (Entenfuß) oder Yin Hsing (Silberaprikose),
in Europa seit 18.Jh. • Plantagenanbau

Dieses Baumes Blatt, der von Osten
meinem Garten anvertraut,
gibt geheimen Sinn zu kosten,
wie’s den Wissenden erbaut.
(Goethe)

Droge:
Blätter und deren Trockenextrakte (für Fertigpräparate)

Inhaltsstoffe:
Flavonoide, Catechine, Proanthocyane, Bitterstoffe, Steroide, organische Säuren

Wirkung:
Förderung der Durchblutung in Arterien, Kapillaren und Venen,
verbessert Blutfluss,
Antagonisierung des plättchen-aktivierenden Faktors (PAF),
Beeinflussung des zerebralen Stoffwechsels,
Schutz vor hypoxämischen Schäden, Radikalfängerfunktionen

 Anwendung:

  • Durchblutungsstörungen
  • Hirnleistungsstörungen, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
  • Ohrensausen
  • bei altersbedingten Erkrankungen
  • bei Menschen und Tieren

Monografie positiv, WHO, HMPC

CAVE: Allergien, bei empfindlichem Magen

Herbstfärbung

Wissenswertes:
Urgewächs (großer evolutionärer Abstand zu anderen Pflanzen)

In meinem Shop erhalten Sie Ginkgo-Kraut für Pferde:

Hopfen

Humulus lupulus

Arzneipflanze des Jahres 2007

Familie: Cannabaceae/Hanfgewächse

Beschreibung:
2-häusige Schlingpflanze; angebaut werden die weiblichen (bis zu 6 m hoch); in Europa heimisch, mag feuchte Standorte, wächst wild und im Anbau

Droge:
verwendet werden die Zapfen (Fruchtstände der weiblichen Pflanzen)
Geruch: kräftig, würzig
Geschmack: leicht bitter und kratzend

Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Bitterstoffe (Humulon, Lupulon) und Harze, Flavonole (Rutin, Astragalin, Isoquercitrin, Catechine, Proanthocyanidine) u.a.

Wirkung:
beruhigend, schlaffördernd, sedativ, spasmolytisch, antibakteriell/antibiotisch, antimykotisch, verdauungsfördernd, hormonell ausgleichend

Anwendung:

  • Abkochung/Aufguss oder Extrakt der Zapfen bei Schlafstörungen, Unruhe- und Angstzuständen, zur Förderung von Schlaf und Regeneration
  • zur Anregung der Verdauung
  • als Frauenheilpflanze bei Wechseljahresbeschwerden
  • für Männer ein Anaphrodisiakum
  • zum Bier brauen (schon seit vorchristlicher Zeit)

Monografie positiv; ESCOP, HMPC

Hildegard von Bingen

Der Hopfen ist warm und trocken und enthält ein bisschen Feuchtigkeit. Und zum Gebrauch des Menschen ist er nicht sehr nützlich, weil er im Menschen die Melancholie wachsen lässt und das Gemüt des Menschen traurig macht und seine Eingeweide mit seiner Trockenheit belastet, denn wenn er die Säfte im Menschen austrocknet, macht er ihn traurig und bedrückt.
Aber in seiner Bitterkeit verhindert er bestimmt Fäulnisse von Getränken, denen er zugesetzt wird, so dass sie sich länger halten können.

Physica 1.61

Kräuterfrauen-Treff

Frau Leddin hatte Kräuerfrauen zum Informationsaustausch auf dem Museumshof Lensahn eingeladen.

Nach einem regen Austausch besichtigten wir den Hildegard-Garten.

Auch das weitere Museumsgelände haben wir dann erkundet.

Zum Abschluss gab uns Frau Leddin diverse Ableger und Samen von Heilpflanzen mit.
Ich habe diese mit den Schülern der Kräuter AG der Hebbelschule im Schulgarten eingepflanzt.

Liber Vitae Meritorum

Das Buch der Lebensverdienste

Der Mensch in der Verantwortung

Hildegard von Bingen

Die erste deutsche Übersetzung, von Prof. H. Schipperges, trug den Namen „Der Mensch in der Verantwortung“.
Dieser Buchtitel hatte mich besonders neugierig gemacht, denn ich habe oft das Gefühl, dass Menschen ihre Verantwortung (für ihre Gesundheit, für die Umwelt …) gerne abgeben wollen/möchten.

Die zweite Übersetzung, von Sr. Maura Zátonyi OSB, ist die Ausgabe mit der ich arbeite.
Hildegard stellt in diesem Werk die Laster-Tugend-Paare vor, die auf uns Menschen einwirken. Wir sind mittendrin – hin und her gerissen zwischen Wunsch und Wirklichkeit, auf der Suche nach dem Gleichgewicht. Das strengt an, das kann krank machen.
Wie schon in der ersten Visionsschrift SCIVIAS geht es Hildegard auch hier um unser Seelenheil – um eine heile Psyche – denn für sie ist die Ganzheitlichkeit (welch ein alter/neuer Begriff) des Menschen wichtig.

Alles nämlich, was Gott eingerichtet hat, gibt einander Antwort. Die Sterne schimmern vom Licht des Mondes, und der Mond leuchtet vom Feuer der Sonne. Alles ist dem Größeren untergeben, und nichts überschreitet sein eigenes Maß.

LVM 2. Teil 14 (discretio – Unterscheidung)

Die Sonne küsse ich, wenn ich sie in Freude besitze. Den Mond umarme ich, wenn ich ihn in Liebe halte und wenn alles, was dadurch wächst, mir genügt. Und warum sollte ich mehr wünschen, als was ich brauche?

LVM 5. Teil 9 (Zufriedenheit)

LVM, Übersetzung von Sr. Maura Zátony, herausgegeben von der Abtei St. Hildegard (Rüdesheim/Eibingen), verlegt im Beuroner Kunstverlag, 1. Auflage 2014, ISBN 978-3-87071-314-0

Dieser Link führt Sie direkt zum Shop der Abtei, wo Sie das Buch bestellen können.