Heilpflanzengarten nach Hildegard von Bingen

Im Küchengarten des Schlossparks in Eutin befindet sich auch ein kleines Areal, in dem Heilpflanzen der Hildegard von Bingen angepflanzt sind.

Am 6. August bot Frau Heidrun Leddin ein Führung durch diesen Garten an.
Leider waren viele Pflanzen von der Trockenheit und Hitze in diesem Jahr stark mitgenommen oder bereits verblüht. Trotzdem war es ein interessanter Nachmittag, bei dem ich wieder einiges gelernt habe.
Den Garten werde ich sicherlich zu einer anderen Jahreszeit erneut besuchen.

Hippokrates von Kos

460 bis 370 v. Chr.

Vater der europäischen Heilkunde

Er gilt als der berühmteste Arzt des Altertums und wurde schon zu Lebzeiten hoch verehrt. Er gründete eine eigene Schule, in der er seine Vorstellung von Medizin lehrte. Bekannt wurde er durch seine 4 Säfte Lehre – auch als Humorallehre oder Humoralpathologie bezeichnet.

Zuerst das Wort
dann die Pflanze
zuletzt das Messer.

Das Corpus Hippocraticum besteht aus mindestens 61 Schriften. Sie handeln unter anderem von einem Bestreben um eine Medizin, die auf der vernunftgemäßen Naturbeobachtung basiert. Hippokrates gilt daher als Begründer der Medizin als Wissenschaft.

Medicus curat, natura sanat.
Der Arzt behandelt, die Natur heilt.

Hippokrates forderte vom Arzt körperliche und geistige Hygiene, persönliche Integrität, Vorsicht, Empathie und analytisches Denken. Die hippokratische Lehre, ein Arzt habe sich auf sorgfältige Beobachtung, Befragung und Untersuchung zu stützen und seine Diagnose und Therapie systematisch zu erarbeiten, mutet recht aktuell an (vgl. evidenzbasierte Medizin). Die Bedeutung der Anamnese (Vorgeschichte), der Lebensumstände und der seelischen Situation des Patienten wird von der modernen Medizin uneingeschränkt anerkannt.

Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur.

Foto: Hippokrates Porträt im Apothekenmuseum in Cluj-Napoca, Rumänien

Vortrag über Spagyrik

Der August-Vortrag beim Naturheilverein Kiel behandelt diesmal das Thema SPAGYRIK. Ich freue mich sehr, dass die Kieler Heilpraktikerin Inge Armschat uns einiges über diese Therapieform berichten wird.

„Bei der Spagyrik handelt es sich um ein natürliches Heilsystem, dessen Wegbereiter Paracelsus war. Es ist eine Heilmethode, um den Menschen in seiner Ganzheit wahrzunehmen und mit der Essenz bestimmter natürlicher Substanzen auf der körperlichen, seelischen und geistigen Ebene zu behandeln. Das Wort Spagyrik stammt aus dem Griechischen und bedeutet „trennen und zusammenführen“, was mit der aufwendigen Art der Herstellung der Arzneien zu tun hat. Die Spagyrik als medizinischer Zweig der Alchemie befasste sich damit, aus natürlichen Grundmaterialien wie Pflanzen, Mineralien und Metallen hochwirksame feinstoffliche Heilmittel zu gewinnen.“ (Pressemeldung NHV)