Goldrute

Solidago virgaurea

Gewöhnliche Goldrute

Familie: Korbblütengewächs/Asteraceae

Herkunft: Europa, Asien, Nordafrika, Nordamerika

Beschreibung:
0,15-1m, mehrjährige Staude; Stängel unten oft gelbbraun; Blüte Juli bis Oktober

Vorkommen: Wälder, Gebüsche, Magerrasenwiesen

Droge:
das während der Blütezeit gesammelte Kraut
Geruch: schwach aromatisch
Geschmack: schwach adstringierend

Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Flavonoide, Saponine, Diterpene, Gerbstoffe, Polysaccharide, Kaffeesäure, Phenylglykoside, Anthocyane

Wirkung:
diuretisch (durch erhöhte renale Durchblutung > glomeruläre Filtration steigt an), schwach spasmolytisch, antiphlogistisch

traditionelle Anwendung: bei Nierengrieß und Harnsteinen

Kontraindikation: Herz- und Niereninsuffizienz

Wissenswertes: 
Bestäubung durch Hummeln, Bienen, Falter

Kanadische Goldrute – Solidago canadensis

Neophyt – führt im Heu zu Vergiftungen

Riesengoldrute – Solidago serotina/gigantea

Aus Nordamerika

Besenginster

Cytisus scoparius, Spartium scoparium

Schmetterlingsblütler

GIFTIG

Droge:
Blüten und Kraut; Geschmack: bitter

Inhaltsstoffe:
verschiedene Alkaloide (Spartein), Bitter- und Gerbstoffe, biogene Amine, ätherisches Öl, Flavonglykoside

Wirkung:

  • wirkt auf die Reizleitung des Herzens
  • erhöht den Blutdruck
  • reguliert Kreislaufstörungen
  • wirkt harntreibend
  • angeblich leicht narkotisch

Nebenwirkungen: Kreislaufkollaps bis hin zu Herztod

Anwendung:

  • als Fertigpräparat (apothekenpflichtig); gute Verträglichkeit im Dauergebrauch
  • volkstümlich in Blutreinigungstees und bei Rhythmusstörungen des Herzens; wegen der Nebenwirkungen (Vergiftungen) ist die Monografie negativ

Kapuzinerkresse

Tropaeolum maius

Blumenkresse, Gelbes Vögerl, Salatblume, Salatkresse

Arzneipflanze des Jahres 2013

Botanik:
auffällige Blätter, Blüte Mai bis Herbst, frostempfindlich

Herkunft:
Heimat Peru, als Ziergewächs nach Europa (1684), Anbau für arzneiliche Zwecke

Droge:
die ganze Pflanze; Anwendung aber nicht als Tee, sondern für galenische Präparate

Inhaltsstoffe:

  • Glucosinolate mit Gluctropaeolin (Benzylglucosinolat) als Hauptkomponente; nach Spaltung wird besonders Benzylsenföl gebildet
  • ätherische Öle
  • Senfölglykoside „Antibiotikum der Naturheilkunde“
  • Ascorbinsäure
  • Samen enthalten besonders viel
  • mit antibiotischer Wirkung und Abwehreigenschaften gegen Sproßpilze
  • Stärkung der Abwehrkräfte (Vitamin C Gehalt)

Anwendung:

  • in Peru schon seit alter Zeit zur Behandlung von Wunden aller Art (v.a. wenn infiziert) > Blätter als Wundauflage
  • Behandlung von Skorbut
  • Präparate gegen Infektionskrankheiten (v.a. im Bereich der Nieren und Harnwege und bei Bronchitis)
  • frische Blätter im Salat als Blutreinigung

Zu beachten:

  • Kommission E: nicht anwenden bei Säuglingen + Kleinkindern
  • Nebenwirkung: bei zu viel frischen Blätter Reizung von Magen und Darm
  • Verminderung der Alkoholtoleranz !!

Wissenswertes:

  • schützt im Garten vor Ameisen und Wühlmäusen
  • nicht mit Petersilie zusammen pflanzen
  • viele Insekten mögen die Blätter
  • kann von Pseudomonas befallen werden (Blattflecken, Vergilben)

Maurice Pillard Verneuil,
französischer Maler,
1869-1942

Fingerkraut

Gänsefingerkraut – Potentilla anserina

Familie: Rosaceae

Droge:
Blätter und Blüten
schwacher Geruch, Geschmack sehr schwach adstringierend

Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Flavonoide, Flavonole (Kämpferol, Quercetin) Anthocyanidine, Phenolcarbonsäure, Cumarine, Fettsäuren, Sterole, Vitamine

Anwendung:
leichte Entzündungen der Mundschleimhaut; unterstützend bei unspezifischen Durchfallerkrankungen; leichte dysmenorrhöische Beschwerden

Monografie: positiv

Goldgelbes Fingerkraut – Potentilla aurea

Droge: Kraut
Anwendung: Diabetes mellitus
Monografie: keine