Phytotherapie

Was ist Phytotherapie?

Phytotherapie ist eine Naturwissenschaft.

Man bezeichnet damit die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen durch Pflanzen sowie Pflanzenteile (Blatt, Blüte, Wurzel, Frucht, Samen) und deren Zubereitungen.
Geeignete Pflanzen werden traditionell als Heilpflanzen bezeichnet.

Heilpflanzenkunde wird unterteilt in:

  • Phytochemie > untersucht Inhaltsstoffe
  • Phytopharmazie > beschäftigt sich mit der Droge
    (das für die Arznei notwendige Ausgangsprodukt)
  • Pharmakognosie = Inaugenscheinnahme zu Bestimmung
  • Phytopharmakologie > Untersuchung der Wirksamkeit
  • Phytotherapie > Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung

Die Heilpflanze – ein Arzneimittel

  • Arzneimittel aus Heilpflanzen = Phytopharmaka
  • Eine Heilpflanze unterliegt dem Arzneimittelgesetz oder dem Betäubungsmittelgesetz.
  • Monografie = Wirksamkeitsnachweis (In D wurden diese von der Kommission E erstellt; für Europa gelten die Regelungen der HMPC.)
  • mite (sanft) oder forte (stark)
  • freiverkäuflich im Drogeriehandel – Sachkenntnisprüfung durch die IHK notwendig!
  • apothekenpflichtig – Beratung durch Apotheker
  • rezeptpflichtig/verschreibungspflichtig – Aufklärungspflicht des Arztes

Was hat Einfluss auf die Wirkung?

  • welche Pflanze oder welcher Pflanzenteil verwendet wird
  • Zustand der Pflanze > frisch oder getrocknet
  • Herkunft > Wildsammlung oder Anbau
  • Erntezeitpunkt
  • Art des Inhaltsstoffes und Wirkstoffmenge
  • Apothekenqualität
  • Zubereitung/Verarbeitung > Stängel im Teebeutel etc.
  • Lagerung/Haltbarkeit
  • Aufnahme > Menge/Dosis, Häufigkeit der Einnahme/Anwendung
  • Verstoffwechselung/Biotransformation > Verträglichkeit/Allergie, Wechsel- bzw. Nebenwirkungen
  • Ausscheidung